Aus kleinen Sebastianusschülern werden große Zirkusstars

Von: ehg
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Volle Konzentration: Ob beim Balanceakt auf Leitern oder bei der Tellerjonglage – die Kleinen der Sebastianusschule zeigten ganz große Leistungen. Foto: Wolfgang Sevenich
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Volle Konzentration: Ob beim Balanceakt auf Leitern oder bei der Tellerjonglage – die Kleinen der Sebastianusschule zeigten ganz große Leistungen. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Die Sebastianusschule befand sich wieder einmal eine Woche lang im „circensischen Ausnahme-Zustand“. Wie schon vor vier Jahren hatte der Pädagogische Zirkus „Zappzarap“ aus Leverkusen auf dem Schulhof des nahen städtischen Gymnasiums mit Unterstützung von kräftigen Vätern und Großvätern ein Zwei-Mast-Zelt aufgeschlagen.

Zirkuspädagoge Christian Meier und sein Team entführte alle 300 Kinder in eine andere Lern-Welt und machte innerhalb von nur vier Tagen aus ihnen versierte Akrobaten, Fakire, Seiltänzer, Jongleure und Clowns.

Er studierte mit ihnen ein 90-minütiges Programm ein, jeweils besetzt mit 150 Schülern quer durch die Jahrgänge. Insgesamt gab es vier Vorstellungen mit jeweils 350 Besuchern. Karten waren am Ende Mangelware, so dass kein Platz leer blieb.

Die Zuschauer überschlugen sich vor Begeisterung und spendeten nicht nur einmal donnernden Applaus. Der schönste Lohn für äußerst gelungene, bisweilen auch wagemutige Darbietungen. Dabei kam das Publikum nicht aus dem Staunen heraus. Viele verborgene Fähigkeiten hatte die Zirkustruppe bei den Kindern geweckt.

Rektorin Adelheid Fröhlich hieß nach der gelungenen Generalprobe das Publikum unter dem in vielen Farben schillernden Zirkusdach willkommen. Herzlich bedankte sich die Rektorin bei den Repräsentanten der Sponsoren. Mit 5000 Euro hatte die VR-Bank das Projekt unterstützt, weitere Zuschüsse kamen von Trommsdorff-Arzneimittel und der Provinzialversicherung in Würselen. Auch die vielen ehrenamtlichen Helfern schloss Fröhlich in ihren Dank ein.

Keineswegs vergaß sie die 300 sechs- bis elfjährigen Zirkusleute, die anschließend mit noch mehr Feuereifer als die Erwachsenen circensische Kunststücke vom Feinsten im farbenprächtigen Outfit darboten. Mit ein klein wenig Lampenfieber im Gepäck, wie die beiden charmanten Ansagerinnen im Glitzerfrack offen gestanden. Und damit sprachen sie für alle, die dieses mit kindlicher Unbekümmertheit überspielten.

Schon der Einmarsch löste beim Publikum Stürme der Begeisterung aus. Was diese Akrobaten alles drauf hatten! Sie bauten mutig ihre menschlichen Pyramiden oder warteten als Clowns mit ihrem Hokuspokus auf. Balanciert wurde zudem auf einer Plastikkugel und auf Rollbrettern, Körperbeherrschung war gefragt.

Die Fakire verzogen keine Miene, wenn sie sich mit nacktem Oberkörper oder Rücken auf einem Scherbenhaufen oder ein Nagelbrett betteten. Eine Mutprobe der besonderen Art! Gezaubert wurde auch nach echter Zirkusmanier.Tief durchatmen mussten die Schaulustigen bei der auf drei frei stehenden Leitern gebotenen Akrobatik. Pädagoge Stefan Meier leistete Hilfestellung und gab den Akteuren die nötige Sicherheit.

Dann wurde ein Drahtseil eingezogen, Balanceakte in luftiger Höhe standen auf dem Programm. Auch mit ihnen zogen die Akrobaten das begeisterte Publikum in ihren Bann. Doch wussten sie in rascher Folge das Programm noch zu steigern, bis hin zu den Kunststücken am frei schwebenden Trapez.

Den kleinen und großen Leuten vom Zirkus gebührte Respekt für den Eifer, den sie bei der Einstudierung des vielseitigen Programms an den Tag gelegt hatten. Rektorin Adelheid Fröhlich und ihr Kollegium strahlten vor Freude und durften mit den Eltern mächtig stolz auf ihre „Schützlinge“ sein.

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