Aus für den Settericher Tulpensonntagszug

Von: Sigi Malinowski
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Ein Bild aus (etwas) besseren Zeiten: Im Jahre 2007 ist die damalige Marktprinzessin Monika mit Musikbegleitung in Setterich unterwegs. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Peter Jansen ist ein Mann, der 75 Prozent seines Lebens gute Laune hat. Aber manchmal kommen auch dem Vollblutkarnevalisten die Worte nur schwer über die Lippen. Er kämpft mit sich. Das sieht man ihm an.

Der Präsident des Karnevalsausschusses Setterich (KAS) sagt es dann ungeschminkt: „Man hat uns auch hier und da belächelt, unser Bemühen nicht mehr gesehen.” Der Vorsteher der Settericher Jecken trägt einen symbolischen Trauerflor an seinem grünen Jackett. Es wird keinen Settericher Tulpensonntagszug mehr geben.

Zumindest in diesem Jahr nicht. Und auch in den nächsten Jahren wird es wohl mau aussehen. „Nein, es liegt nicht am fehlenden Geld”, versichert Jansen. Der Entschluss, 2010 ohne einen eigenen Zug auszukommen, hat andere Gründe. Die fehlende Unterstützung des Großteils der Settericher.

In den vergangenen Jahren standen Jansen und die KAS-Narrengarde fast nur noch allein für alles gerade. Ein paar Fuß-Grüppchen (Siedler, Gärtner, Sportler) vielleicht ausgenommen. Aber auch das hätte nicht zum K.o. geführt, wenn nicht „die meisten Punkte, an denen wir vorbeigezogen sind, in der letzten Session so gut wie tot gewesen wären”. Ein Urteil, das ihm wieder schwer fällt, es an die Öffentlichkeit zu tragen.

Früher war das anders. Mit dem stufenweisen Niedergang des Vereinslokals Schöneckers, das schließlich im Frühsommer letzten Jahres schloss, ist aber vieles den Bach heruntergegangen. „Allein beim Helmut (Schönecker) vor der Tür standen immer bis zu 150 Leute, die uns zujubelten. Aber da ist ja auch nichts mehr”, bedauert Peter Jansen.

Überhaupt dreht sich in seinen Schilderungen vieles um die ehemalige Heimat der Narren und anderen Vereine. „Wir haben keine urige Kneipe, keine Heimat mehr, in die wir anschließend einkehren und in der wir feiern konnten wie früher.”
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