Augsburger Domsingknaben ernten reichlich Applaus

Von: Christoph Hahn
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Eindrucksvolles Konzert: die Augsburger Domsingknaben bei ihrem Auftritt in der Herzogenrather Kirche St. Gertrud. Foto: Christoph Hahn

Herzogenrath. Benedikt XVI, gehört zu ihren größten Fans: Auch in der Sixtinischen Kapelle zu Rom haben die Augsburger Domsingknaben vom Papst und anderen Freunden ihrer Kunst schon Applaus geerntet – und zwar für ihren Interpretation von Bachs Weihnachtsoratorium.

Mit einem gemischten Programm hingegen gastierten die stimmsicheren Kinder und Jugendlichen jetzt in der Herzogenrather Kirche St. Gertrud – nicht zum ersten Mal, waren sie hier doch schon 2010 einmal, ebenfalls unter Leitung von Domkapellmeister Reinhard Kammler, aufgetreten.

Pfarrer Dr. Guido Rodheudt stellte noch vor Beginn des Konzertes diese Veranstaltung in einen breiteren Kontext. Mit Blick auf die Feierlichkeiten in und um St. Gertrud kommentierte der Priester: „Das 900-jährige Jubiläum war den Augsburgern die Reise wert.“ Und selbst nicht religiösen Zuhörern wies der Geistliche den Weg in höhere Sphären: „Heute Abend wird die Tür zur Schönheit Gottes ein wenig aufgetan.“

Reinhard Kammler sowie die Schar der von ihm dirigierten Kinder und Jugendlichen geizten nicht mit Proben ihrer Kunst und hüllten den Abend in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche schon mit Johann Sebastian Bachs einleitender Motette „Fürchte dich nicht“ in sonnigen Glanz.

In dem etwas mehr als einstündigen, pausenlosen Konzert reihte sich auch in der Folge eine Perle der Musikliteratur an die andere. Geradezu zum Dahinschmelzen schön geriet den Gästen der Versuch, ihren Zuhörern singender Weise den ins Ätherische geweitete Bußpsalm „Miserere mei, Deus“ von Giovanni Allegri (1582-1662) nahezubringen.

Neben den Werken aus der Zeit von der Renaissance bis zur Romantik meisterten die Augsburger auch gegenwartsnahe Musik mit Einklang und Eleganz – beim „Angelus Domini“ von Franz Biebl (1906-2001) ebenso wie beim „Abendlied“ von Joseph Rheinberger (1839-1901). Ein kurzweiliger Abend, dessen Erfolg ganz auf der Kraft der Stimmen beruhte. Kein Wunder, dass die Menschen auf den Bänken von St. Gertrud begeistert Beifall spendeten, wofür sich die Domsingknaben mit zwei Zugaben, darunter Matthias Claudius „Abendlied“ in der Version von Friedrich Silcher, bedankten.

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