Auf neuer Anlage rollen nun die Boule-Kugeln

Von: mas
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In Frankreich Nationalsport: In Zopp soll sich das Boule-Spielen im „Boulodrome” möglichst schnell etablieren. SSG Vorsitzender Rolf Bernd Schultheis (3.v.r.), Spielgemeinschafts-Chef Wolfgang Krug (r.), Kerstin Krug und Pfarrer Uli Eichenberg (2.v.l.) schießen sich möglichst nah ans „Schweinderl”. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf. Mittelpunkt ist ein grünes „Schweinchen”. Zum Verzehr ist es nicht geeignet. Weniger, weil es hellgrün leuchtet. Das „Schweinchen” ist aus Kunststoff und soll möglichst oft angeschossen werden. Von Boule-Kugeln.

Denn: Wer mit seiner 700 Gramm schweren silberfarbenen Kugel dem „Schweinchen” - im französischen Original heißt es „Cochonnet” - am nächsten ist, sammelt die meisten Punkte. Im Alsdorfer Stadtteil Zopp wird ab jetzt fleißig „geboult”. Auf dem „Boulodrome”, das der Sportanlage der heimischen SSG direkt anhängig ist.

Im vergangenen September hat sich eine Boule-Spielgemeinschaft gebildet. Kein ganzes Jahr später haben sich die Spielerinnen und Spieler um den Abteilungsvorsitzenden Wolfgang Krug nun ein eigenes Spielgelände eingerichtet. „Gut 3000 Euro haben wir neben vielen Eigenleistungen hineingesteckt”, freut sich Krug ebenso wie der Siedlergemeinschaftsvorsitzende Rolf Bernd Schultheis über die Fertigstellung. Und bevor noch Bürgermeister Alfred Sonders zur Gratulation eintrifft, sind die ersten Kugeln am Ottenfelder Weg bereits geflogen.

Bereits 26 Spieler

Krug und Co. erklären bei der Eröffnung der Anlage, wie es sich nach Regeln spielt: Es gibt die sogenannten „Schießer”, die in erster Linie die Absicht haben, nah am Schweinchen gelegene Kugeln möglichst als Bild zu zertrümmern. Es gibt aber auch die „Leger”. Sie wollen „so nah wie möglich am Cochonnet platziert sein”, erklärt der Vorsitzende. Auf der mit feinem Splitt überzogenen Spielfläche muss das kleine Schweinchen mindestens drei Meter von den Werfern entfernt sein. Dann gibts 13 Durchgänge, bei denen jeder Werfer - Einzel- und Mannschaftswettbewerbe sind möglich - seine zwei Kugeln mit dem Handrücken nach vorne gedreht wirft.

In einer Liga sind die Zopper noch nicht vertreten. „Dazu fehlen uns noch ein paar routinierte Spieler”, sagt Krug. 26 Spieler haben sie schon, die auf der vom evangelischen Pfarrer Uli Eichenberg gesegneten Fläche erste Ründchen austragen. Eine Petanque-Bundesliga gibts auch, aber davon sehen sich die Zopper ganz weit entfernt.

Als erste Frau wagt sich Kerstin Krug an ein paar Testwürfe. Ihre Boule-Kugel hat nur einen Durchmesser von 71 Millimetern. Warum das? Haben die Männer doch 73 Millimeter messende Kugeln. „Das hat was mit den Handgrößen zu tun”, erklärt Papa Wolfgang Krug. Tochter Kerstin jedenfalls gefällts. Vielleicht ist das ja der Beginn einer Karriere als Alsdorfs erste Bundesligaspielerin.
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