„Auf der Durchreise“: Jochen Jung veröffentlicht Gedichtband

Von: Nina Krüsmann
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Präsentiert sein neues Werk: Autor und Künstler Jochen Jung. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. „Seit 40 Jahren lese ich regelmäßig Gedichte, von Goethe bis Grass, von Brentano bis Brecht. Seit 2010 schreibe ich Gedichte, in aller Bescheidenheit“, erklärt der Herzogenrather Künstler und Autor Jochen Jung. Der 1953 geborene Diplom-Sozialpädagoge leistete von 1981 bis 2007 soziale Brennpunktarbeit, ist seit 1988 als bildender Künstler bekannt und erfolgreich. Nun präsentiert er ein neues Werk.

„Die Idee und der Mut zu einem neuen Buch resultierten aus dem Zuspruch vieler Freunde und Bekannten. Über ein Jahr habe ich regelmäßig über Facebook meine Gedichte veröffentlicht und erfreulich gute Resonanz erhalten“, erzählt Jung über die Entstehung seines neuesten Werkes. Im Juni legte er sein Manuskript mit den neuen Texten dem Verlag vor. Nach erster Lektüre befanden die Lektoren die Texte schnell begeistert für druckreif. Bereits im Oktober erschien das Buch mit einem von Jungs Acrylbildern als schmuckem Covermotiv. „Das Buch wurde sogar auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert“, erzählt Jung stolz. Seine neuen Gedichte, 145 an der Zahl, sind inhaltlich breit gefächert: Gesellschaftskritische, vergangenheitsbeladene, anteilnehmende oder auch satirische Texte sowie persönlich Erlebtes und Gedanken zur Natur umspannen den Gedichtband. Zudem sind religiöse und weihnachtliche Themen zu finden.

„Mein Gedichtband lässt sich nicht lesen wie etwa ein Roman. Meine Gedichte sind sujetbezogenene, komprimierte, in sich geschlossene, kleine Einheiten, vordergründig nur angerissen, vielschichtig jedoch in ihrer Tiefe. Themen finde ich im alltäglichen Leben, im Umgang mit den Menschen, im Weltengang, in den Medien, in mir selbst“, betont der Herzogenrather Autor.

Auf sich wirken lassen

Der kreative Prozess sei ein assoziativer, der aus seinen Gedanken Worte entstehen lasse, diese zu Versen forme und letztlich zu einer Strophe zusammenfüge. Die Botschaft von Jungs Gedichten bleibt zunächst einmal schwebend im Raum, bisweilen „verrätselt“, wie er meint. „Sie erschließt sich oft erst, wenn man die Gedichte eine gewisse Zeit auf sich wirken lässt, ähnlich wie bei meinen abstrakten Bildern. Die kognitive und emotionale Auseinandersetzung beginnt erst nach und nach“, erklärt Jung. Die eigenwilligen Reimstrukturen würden hoffentlich die Gedichte zum Klingen bringen, sie harmonisieren und zum Weiterlesen anregen. „Meine Gedichte möchten die Welt und das Leben aus einem verkanteten Blickwinkel erklären, von der Seite oder von hinten beleuchten und sollen oder mögen zu tieferen, manchmal vielleicht auch abgrundtiefen Wahrnehmungen führen“, betont Jung.

Sein Buch „Auf der Durchreise“ ist im Deutschen Lyrik Verlag erschienen und ab sofort zum Preis von 12,80 Euro erhältlich.

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