Auf den Pfaden des Bergbaus im Carl-Alexander-Park

Von: phb
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Heute ein Ort der Erholung: Es ist noch gar nicht lange her, da wurde hier hart gearbeitet. Jetzt dient der Carl-Alexander-Park als attraktives Naherholungsgebiet. Foto: Philipp Baumanns

Baesweiler. Wenn man heute durch den Carl-Alexander Park spaziert, macht sich so manch einer kaum noch Gedanken über das, was hier einmal war. Ist es doch tatsächlich so, dass hier nicht mehr vieles darauf hindeutet, wie die Menschen hier noch vor wenigen Jahrzehnten lebten und arbeiteten.

Auch in Baesweiler gab es noch bis in die neunziger Jahre hinein - so wie an vielen anderen Orten des Aachener Steinkohlenreviers - Grubenbetrieb, auch wenn bereits im Jahre 1975 die Förderung eingestellt wurde.

Dort, wo bis vor wenigen Jahren noch die Kumpel in mühsamer Arbeit die Kohle zu Tage förderten, befindet sich heute ein Naherholungsgebiet.

Zwischen spielenden Kindern und Spaziergängern deutet nur noch wenig auf das Thema hin, das ganze Generationen in der Umgebung geprägt hat: Den Bergbau. Wer heute durch den Carl-Alexander Park läuft, geht in den Fußstapfen der einstigen Bergleute.

„Über 3000 Menschen haben in den Hochzeiten des Steinkohlebergbaus, den fünfziger Jahren, hier in der Zeche gearbeitet. Der Bergbau war in Baesweiler von genau so großer Bedeutung wie in den Nachbarstädten auch”, berichtete Klaus Peschke.

Er ist Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender des Baesweiler Geschichtsvereins und hatte am vergangenen Sonntag, gemeinsam mit Wilhelm Nacken, im Namen des Vereins zum Rundgang durch den Carl-Alexander-Park eingeladen.

Über drei Dutzend Interessierte - viele von ihnen hatten früher selber noch Untertage gearbeitet - konnten sich beim „Blick zurück” vergewissern, dass noch viel mehr auf die alten Betriebsstätten hindeutet als man auf den ersten Blick erkennen kann: „Man kann viele Dinge nur sehen, wenn man weiß, wo man zu suchen hat. Doch wenn man weiß, wo es etwas zu sehen gibt, findet man immer mehr, was auf unsere Arbeit hindeutet.”

Wilhelm Nacken ist nicht nur Mitglied des Geschichtsvereins, sondern auch selber ein „Kumpel” gewesen. Er konnte aus erster Hand berichten, wie der Alltag im Bergwerk ablief und den interessierten Zuhörern anhand von vielen Fotos und Überbleibseln zeigen, dass die Hinweise auf die Vergangenheit allgegenwärtig sind.

Deshalb ist es auch ein großer Wunsch des Geschichtsvereins, an einigen markanten Stellen Hinweistafeln aufzustellen. Wer hat schließlich heute noch eine Ahnung, wo früher einmal die Förderschächte waren? Wenn das Bewusstsein für die Geschichte geweckt wird, so sind sich beide sicher, wird auch die Bergbauhistorie der Region nicht vergessen werden.
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