Auf dem Weg zu einem Wallfahrtsort

Von: mabie
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Catharina Scholtens, Vorsitzende der Stichting Ailbertus Rolduc, hofft, dass nach dem zweiten Dossier der Seligsprechungsprozess für den Gründer von Rolduc, Ailbertus von Antoing, zügig weitergeht. Foto: Bienwald

Kerkrade/Herzogenrath. Wenn der Seligsprechungsprozess von Albert von Antoing, dem Gründer von Rolduc, Erfolg hat, dann sieht nicht nur Catharina Scholtens schöne Zeiten auf die heute schon beliebte Klosteranlage am Rand von Kerkrade zukommen.

„Dann wird es ein Wallfahrtsort“, freut sich die Kennerin der Kloster- und Ortsgeschichte. Doch bis dahin wird noch einiges an Wasser durchs Wurmtal fließen. Denn schon 2004 fingen damals noch unter dem Stiftungsgründer Theo Kutsch die Vorbereitungen für ein erstes Dossier an, mit dem die Seligsprechung begründet werden soll. 2013 war es dann so weit. Fast 1000 Seiten umfasste das gigantische Schriftstück, wurde versiegelt und nach allen Regeln und Vorschriften der römisch-katholischen Kirche auf den Weg in den Vatikan gebracht.

2014 wurde es dann geöffnet. „Allerdings wurde uns damals aufgetragen, noch ein weiteres Dossier mit Zeugen nachzuliefern“, sagt Catharina Scholtens im Gespräch mit unserer Zeitung. So wurden 14 kirchliche und vier zivile Zeugen befragt, wozu eigens ein kirchliches Gericht eingerichtet wurde. „Nun ist das zweite Dossier fertig und könnte noch in diesem Jahr eröffnet werden“, sagte Scholtens weiter. Warum sie und ihre Mitstreiter, die sich ehrenamtlich um die Geschichte, den Erhalt und die Öffentlichkeitsarbeit des Klosters Rolduc kümmern, sich all die Mühe machen, erklärt Catharina Scholtens mit dem außergewöhnlichen Lebenswandel von Ailbertus.

„Er kam aus höchstem Adel, hätte sich eigentlich auf seinen Lorbeeren ausruhen können“, sagt sie. Stattdessen habe er freiwillig in Armut gelebt, legte den Grundstein der heutigen Krypta und der Fundamente der Klosterkirche und gründete eine Stiftung, die sich für das Wohl aller Menschen einsetzte.

„Er war eigentlich sehr reich, und gab es gerne den Armen“, fasst Catharina Scholtens zusammen. So habe er sich durch sein Leben und Wirken und auch durch die uneigennützige Gründung der Abtei für eine Seligsprechung empfohlen, findet sie.

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