Auf dem Schulweg gern zu Fuß unterwegs
Heiß begehrt: Inge Steinbeck verteilt Aufkleber und Buttons an die Kinder, die zu Fuß zur Schule kommen. Foto: Lars Odenkirchen
Motorisierte Gefährte sind hier nämlich nicht erwünscht - die Schule hat für drei Tage die Aktion „Zu Fuß zur Schule” ausgerufen. Zum ersten Mal nimmt die Grundschule an der Aktion teil, die bundesweit vom Verkehrsclub Deutschland und dem deutschen Kinderhilfswerk organisiert wird.
Die Idee dahinter ist einfach: Schüler sollen - ob mit Begleitung oder ohne - zur Fuß zur Schule kommen. Dabei soll nicht nur die Bewegung gut für die Schüler und die Umwelt sein, auch das allmorgendliche Chaos mit rangierenden, parkenden und haltenden Autos soll verhindert werden.
Haltepunkte eingerichtet
Gedacht hat man aber auch an die Kinder, deren Schulweg sehr weit ist. „Viele Kinder kommen zum Beispiel aus Linden-Neusen, denen können wir den Fußweg nicht zumuten”, sagt Schulleiterin Astrid Pagnia, „deshalb haben wir an einem Supermarkt und an der Kirche St. Lucia zwei Haltepunkte eingerichtet, wo die Kinder aus dem Auto gelassen werden können. Engagierte Eltern helfen uns dort, sammeln die Kinder und bringen sie rechtzeitig vom Haltepunkt zur Schule.”
Eine fleißige Helferin bei der Aktion ist Inge Steinbeck. Wie viele andere Mütter und Väter steht sie heute morgen an einer Ecke der Schulstraße und verteilt dort an die kleinen Fußgänger Klebepunkte, um die sich die Schülerinnen und Schüler förmlich reißen. Begehrt sind die Punkte gleich aus zwei Gründen: Mit der Aktion ist ein Wettbewerb verbunden. Die Klasse mit den anteilsmäßig meisten Fußgängern bekommt am Ende einen Preis.
Außerdem gibt es für fleißige Punktesammler „Hausaufgabenkärtchen”, durch die man sich einen hausaufgabenfreien Tag sichern kann. Das kommt bei den Schülern natürlich gut an, genau wie die Aktion an sich. „Viele Schüler haben sich gefreut und gesagt, dass sie sowieso schon jeden Tag zu Fuß kommen”, sagt Inge Wunder.
Allerdings: Einige hatten auch Sorgen, wie Wunder weiß. „Einige Schüler wollten lieber von ihrer Mama mit dem Auto bis zur Tür gebracht werden. Wir hoffen natürlich, dass wir gerade in solchen Fällen über die Kinder an die Eltern heran kommen und sie vielleicht langfristig zum Umdenken bewegen können.”
Ohne Chaos geht es auch
Die meisten Eltern unterstützen die Aktion ohnehin: ob als Helfer, oder indem sie ihre Kinder zu Fuß zur Schule bringen. „Das ist prima. Die Umwelt wird geschont, und wenn hier morgens nicht so ein Verkehrschaos ausbricht, ist der Schulweg auch sicherer”, sagt eine Mutter im Vorbeigehen.
Wenn sich dieser Eindruck in den nächsten Tagen fortsetzt, könnte sich Schulleiterin Pagnia auch langfristige Konsequenzen vorstellen: „In Aachen läuft das System mit den Haltestellen ja schon an einigen Schulen erfolgreich. Wenn es hier auch klappt, könnten wir solche Haltestellen bestimmt dauerhaft einrichten.”
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Die Idee dahinter ist einfach: Schüler sollen - ob mit Begleitung oder ohne - zur Fuß zur Schule kommen. Dabei soll nicht nur die Bewegung gut für die Schüler und die Umwelt sein, auch das allmorgendliche Chaos mit rangierenden, parkenden und haltenden Autos soll verhindert werden.
Haltepunkte eingerichtet
Gedacht hat man aber auch an die Kinder, deren Schulweg sehr weit ist. „Viele Kinder kommen zum Beispiel aus Linden-Neusen, denen können wir den Fußweg nicht zumuten”, sagt Schulleiterin Astrid Pagnia, „deshalb haben wir an einem Supermarkt und an der Kirche St. Lucia zwei Haltepunkte eingerichtet, wo die Kinder aus dem Auto gelassen werden können. Engagierte Eltern helfen uns dort, sammeln die Kinder und bringen sie rechtzeitig vom Haltepunkt zur Schule.”
Eine fleißige Helferin bei der Aktion ist Inge Steinbeck. Wie viele andere Mütter und Väter steht sie heute morgen an einer Ecke der Schulstraße und verteilt dort an die kleinen Fußgänger Klebepunkte, um die sich die Schülerinnen und Schüler förmlich reißen. Begehrt sind die Punkte gleich aus zwei Gründen: Mit der Aktion ist ein Wettbewerb verbunden. Die Klasse mit den anteilsmäßig meisten Fußgängern bekommt am Ende einen Preis.
Außerdem gibt es für fleißige Punktesammler „Hausaufgabenkärtchen”, durch die man sich einen hausaufgabenfreien Tag sichern kann. Das kommt bei den Schülern natürlich gut an, genau wie die Aktion an sich. „Viele Schüler haben sich gefreut und gesagt, dass sie sowieso schon jeden Tag zu Fuß kommen”, sagt Inge Wunder.
Allerdings: Einige hatten auch Sorgen, wie Wunder weiß. „Einige Schüler wollten lieber von ihrer Mama mit dem Auto bis zur Tür gebracht werden. Wir hoffen natürlich, dass wir gerade in solchen Fällen über die Kinder an die Eltern heran kommen und sie vielleicht langfristig zum Umdenken bewegen können.”
Ohne Chaos geht es auch
Die meisten Eltern unterstützen die Aktion ohnehin: ob als Helfer, oder indem sie ihre Kinder zu Fuß zur Schule bringen. „Das ist prima. Die Umwelt wird geschont, und wenn hier morgens nicht so ein Verkehrschaos ausbricht, ist der Schulweg auch sicherer”, sagt eine Mutter im Vorbeigehen.
Wenn sich dieser Eindruck in den nächsten Tagen fortsetzt, könnte sich Schulleiterin Pagnia auch langfristige Konsequenzen vorstellen: „In Aachen läuft das System mit den Haltestellen ja schon an einigen Schulen erfolgreich. Wenn es hier auch klappt, könnten wir solche Haltestellen bestimmt dauerhaft einrichten.”





