Nordkreis - Auch wenn Freiheit lockt, gelten strenge Regeln

Auch wenn Freiheit lockt, gelten strenge Regeln

Von: mabie
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Springen, laufen, wälzen oder mal selbst ein Stöckchen im Gebüsch suchen: Frei laufende Hunde sind für ihre Besitzer ein toller Anblick, aber nur außerhalb bebauter Gebiete und schon gar nicht auf Schutzflächen erlaubt. Foto: Markus Bienwald

Nordkreis. Morgens, wenn die frische Luft besonders guttut, führt der erste Spaziergang auch bei Hunden zu freudigen Gefühlen. Mit wedelndem Schwanz warten sie nur darauf, mal von der Leine gelassen zu werden. In bebauten Gebieten ist das natürlich tabu, da muss Möppi an die Leine. Doch was ist mit freien Flächen?

Beim Ordnungsamt der Stadt Würselen gibt es keine Probleme mit frei laufenden Hunden. Mit leinenlosen Vierbeinern gibt es so gut wie keine Schwierigkeiten. Hier und da, so ist aus dem Rathaus zu hören, gebe es schon mal jemanden, der anonym anrufe, aber von Verstößen ist nichts bekannt. Freilaufflächen wie sie beispielsweise auf niederländischer Seite in Südlimburg auch eingezäunt zu jeder Parklandschaft gehören, gibt es zwar nicht. Aber im freien Feld ist gegen Freiheit nichts einzuwenden, natürlich nur, wenn Herrchen und Hundchen schön auf den Wegen bleiben und die Feldruhe weder durch Fußabdrücke noch sonstige Hinterlassenschaften stören. „Wir liegen stark im Feld“, sagt auch Jürgen Schlebach vom Ordnungsamt der Stadt Baesweiler augenzwinkernd, und meint damit die ländliche Lage der Stadt. „Ausgewiesene Hundeflächen haben wir nicht“, ergänzt er, schließt aber Reibungspunkte zwischen Außendienst und Hundebesitzern aus. „Ab und zu haben wir mal einen freilaufenden Hund“, weiß er, „doch die Leute sind immer einsichtig“.

Hier gilt Leinenzwang

Aber in Natur- und Landschaftsschutzgebieten muss Waldi an die Leine, „ohne“ geht hier gar nicht. Das weiß auch der stellvertretende Ordnungsamtsleiter in Alsdorf, Frank Dohms. „Wir kämpfen täglich mit der Problematik, zum Beispiel im Annapark oder Burgpark, wo Hundebesitzer schon mal ihren Vierbeiner laufen lassen, was natürlich nicht geht.“ Auch Spielplätze gehören Eltern und Kindern, da haben Hunde unangeleint nichts verloren. „Aber bei allem, was außerhalb des Stadtgebietes liegt, haben wir keine Probleme“, sagt Dohms.

Dennoch sollte der Jagdtrieb – egal, ob großer oder kleiner Hund – nicht unterschätzt werden, das vierbeinige Familienmitglied gut trainiert sein und aufs Wort hören. So kann nichts passieren, wie Ordnungsamtsleiter Manfred Sickert aus Herzogenrath hinsichtlich der Sorgfaltspflicht bestätigt. „Wir wünschen uns immer, dass das Miteinander auch als Miteinander gesehen wird“, appelliert er an einen freundlichen Umgang der Bürger mit und ohne Hund. Freilaufflächen gibt es auch hier nicht, aber: „So, wie sich unser Ortsbild darstellt, gibt es für Hundehalter die Möglichkeit, schnell im Grünen zu sein.“

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