Alsdorf - Auch Schloemer-Busfahrer im Ausstand

Auch Schloemer-Busfahrer im Ausstand

Von: bea/ssc
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Entschlossen: Auch Verdi-Gewer
Entschlossen: Auch Verdi-Gewerkschaftssekretär Ronald Laubrock (l.) hat sich gestern den Streikenden an der Schaufenberger Maurerstraße angeschlossen. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. „Hier wird von Verdi ein Privatunternehmen ausgeblutet und auf lange Sicht in den Ruin getrieben”, wehrt sich die Geschäftsleitung des Verkehrsbetriebs Schloemer in Alsdorf gegen den Streikaufruf an der Maurerstraße: „Wir sind das einzige Privatunternehmen im Auftrag der Aseag, das bestreikt wird.”

Dabei habe es schon bei Verhandlungen am 7. Juli 2011 eine Einigung gegeben: eine Lohnerhöhung von 3,1 Prozent zum 1. Oktober 2011 zuzüglich einer Einmalzahlung von 100 Euro. Diese Einigung sei zwischen den Parteien „mit Handschlag” besiegelt worden. „Die Verdi hat diese Vereinbarung aber nicht unterschrieben und widersetzte sich der vor Ort zwischen den Parteien getroffenen Vereinbarung”, stellt die Schloemer-Geschäftsleitung weiter fest und verdeutlicht: „Wir haben dann den Abschluss des Omnibusverbandes (NWO) übernommen und zahlen seit dem 1. Oktober 2011 eine Lohnerhöhung von 2,1 Prozent und ab dem 1. Oktober 2012 weitere 2 Prozent.” Entgegen der Auskunft des Betriebsrats seien am Streiktag die Linien 28 und diverse Linien in Aachen bedient worden. „Natürlich haben wir den Mitarbeitern ohne Festvertrag freigestellt, ob sie streiken oder nicht, egal, ob sie Verdi-Mitglied sind”, sagt Verdi-Gewerkschaftssekretär Ronald Laubrock. „Wir wollen ja niemanden durch einen Streik ein Eigentor schießen lassen!” Etwa zehn Busfahrer seien am Mittwoch folglich unterwegs gewesen.

Bei der besagten Einigung habe es sich lediglich um eine „Einigung unter Vorbehalt” der kleinen Verhandlungskommission gehandelt, die von den übergeordneten Gremien - der Tarifkommission und dem Verdi-Länderbezirk - aber nicht abgesegnet worden sei. Dies sei der Geschäftsleitung durch Verdi auch fristgerecht mitgeteilt worden.

„Wir sind bereit”

Rund 25 der 61 Schloemer-Mitarbeiter sind deswegen am Mittwoch zeitgleich zum öffentlichen Dienst in den Ausstand getreten, was unter anderem Einfluss auf die Linien 57 und 47 gehabt habe. Die ersten Beschäftigten versammelten sich schon um 3 Uhr in der Nacht um einen wärmenden Grill vor den Werkstoren. Sie bleiben bei der Forderung: 6,2 Prozent mehr Lohn und „bessere finanzielle Aufstiegsmöglichkeiten für die verantwortungsvolle und belastende Tätigkeit der Busfahrerinnen und Busfahrer”. Er gehe davon aus, dass am 4. April erneut verhandelt werde, sagt Ronald Laubrock. „Wenn dann auch keine Einigung erzielt wird, wird erneut gestreikt. Wir sind bereit.”
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