Herzogenrath - Auch Nichtschwimmer kommen zum Zug

Auch Nichtschwimmer kommen zum Zug

Von: mabie
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Schnell muss es nicht gehen bei der neuen Auflage des Zwölf-Stunden-Schwimmens in Herzogenrath: Nur so lange wie möglich durchhalten sollten die Teilnehmer. Foto: Markus Bienwald
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HSV-Geschäftsführerin Anja Koenigs, HSV-Schwimmwart Frank Scheftner, Ausschussvorsitzender Bruno Barth und Christian Stankewitz (v.l.) vom Jugendtreff „Im Bürgerhaus“ Herzogenrath freuen sich gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen auf eine tolle Neuauflage des 12-Stunden-Schwimmens. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Ein Sprung ins kalte Wasser kann auch sehr erfrischend sein. Und wer gerne zum Abschalten ein paar Bahnen zieht oder sich auch mit den Laufschuhen auf den Weg rund um den großen Weiher macht, um den Kopf frei zu kriegen, ist auch beim Zwölf-Stunden-Schwimmen in Herzogenrath an der richtigen Adresse. Moment mal: Schwimmen und Laufen?

„Wie im letzten Jahr bieten wir auch wieder zahlreiche Aktivitäten für Nichtschwimmer an“, ergänzt Anja Koenigs, Geschäftsführerin des Herzogenrather Schwimmvereins (HSV). Natürlich muss beim Laufen – Nordic Walker sind natürlich auch herzlich willkommen –anders als beim Schwimmen, nicht ständig alles in Bewegung sein. „Unser Grundsatz ist, dass das Wasser in der Schwimmhalle Bergerstraße zwölf Stunden lang in Bewegung sein muss“, erklärt sie. Darum geht es am Sonntag, 5. Mai, auch schon morgens um sieben Uhr los im Schwimmbecken. Auf das Tempo kommt es dabei natürlich nicht an, wichtig ist neben dem Ankommen vor allem das Durchhalten.

„Jeder Kilometer zählt“, unterstreicht HSV-Schwimmwart Frank Schefner. Der Mann weiß, wovon er spricht, denn er ist auch für das Training im Verein mitverantwortlich. Und da sorgen auch schon mal namentlich nicht bekannte Schwimmer für tolle Entfernungen. „1997 ist ein Schwimmer aus den Niederlanden 14 Kilometer geschwommen“, erinnert sich Anja Koenigs, „das ist bis heute die Bestmarke“. Acht Kilometer im Wasser war 2012 das Top-Ergebnis.

Natürlich wollen die Organisatoren, die schon im Januar mit der Planung des großen Events in der Schwimmhalle begonnen haben, auch die Spenden-Bestmarke vom letzten Jahr knacken. 2200 Euro kamen damals zusammen, das Geld wurde für einen neuen Kickertisch im Jugendzentrum „Streiffelder Hof“ gesammelt. In diesem Jahr wird wieder eine Jugendeinrichtung bedacht, dieses Mal ist der Jugendtreff „Im Bürgerhaus“ in Herzogenrath an der Reihe. Es fragt sich nur, wie das Geld zusammenkommt. „Ganz einfach: jeder Aktive, egal, ob Läufer oder Schwimmer, sucht sich einen oder mehrere Sponsoren, die einen bestimmten Betrag pro Kilometer zurückgelegter Strecke für den guten Zweck stiften“, erklärt Anja Koenigs.

Und damit auch diejenigen, die keinen Sponsor gefunden haben, ihre Kilometer nicht umsonst schwimmen oder laufen, legt der HSV pro gelaufenem oder geschwommenem Kilometer noch 25 Cent auf die Spendensumme obendrauf. Seit über 20 Jahren geht das nun schon so, „und in den letzten Jahren zeigt die Spendenkurve eindeutig nach oben“, freut sich Koenigs. Das liege aber nicht nur an den steigenden Teilnehmerzahlen, sondern auch an höheren Spendensummen pro Kilometer.

Bruno Barth, nicht nur Vorsitzender des für den Sport in der Stadt zuständigen Ausschusses, sondern seit vielen Jahren begeisterter Langstrecken-Läufer, unterstützt die von der Stadt Herzogenrath geförderte Initiative sehr. „Ich finde es aller Ehren wert, dass sich der Herzogenrather Schwimmverein immer wieder diese Arbeit für den guten Zweck macht“, so Barth. Er selbst werde auch antreten, zwar zunächst als Läufer – zwölf Kilometer sollen es werden – und dann als Schwimmer, doch für die gute Sache ist dieser Duathlon auch in umgekehrter Reihenfolge die Mühe wert, sagt der Kommunalpolitiker.

Für die Organisatoren ist der Tag natürlich noch ein bisschen länger, weiß Anja Koenigs. Sie beginnt mit ihren Kollegen schon einen Tag vor der Veranstaltung mit dem Aufbau, ist bereits ab sechs Uhr, eine Stunde vor dem Startschuss, im Bad und ist natürlich auch nach dem offiziellen Abschluss um 19 Uhr mit der Spendenübergabe dabei. „Für uns ist es natürlich stressig“, sagt sie, „aber wenn es abends nach dem Abbauen nach Hause geht, sind alle erschöpft und glücklich“.

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