Auch die Verwaltungsschafe können den Bürgermeister nicht retten

Von: fs
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Mitarbeiter: Die Verwaltungsschafe im Würselener Rathaus wollten die Herrschaft des Bürgermeisters retten. Foto: Wolfgang Sevenich
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Bürgermeister Arno Nelles (l.) will um den Stadtschlüssel verhandeln. Prinzessin Michelle I. und Stadtprinz Gert I. können darüber nur lachen.
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Keine Altersgrenze für Schabernack: Am Wieverfastelovend kam bei den Würselenern der Jeck zum Vorschein.

Würselen. Noch nicht einmal eine Konfettikanone war in diesem Jahr erforderlich, um das Würselener Rathaus auf dem Morlaixplatz zu erstürmen. Stadtkinderprinzessin Michelle I. (Sedano) und Stadtprinz Gert I. (Kempf) hatten zu einfaches Spiel. Bürgermeister Arno Nelles und seine braven Schafe übergaben das Rathaus mehr oder weniger kampflos.

Nur ein paar Wortgefechte zwischen Stadtprinz und Noch-Bürgermeister waren nötig, um den Verwaltungssitz zu übernehmen. Pünktlich um 11.11 Uhr zog die närrische Armee von der Kaiserstraße auf den Morlaixplatz, wo sie von einigen Karnevalisten und den Verwaltungsschafen auf dem Balkon des Rathauses erwartet wurden.

Närrische Herrschar

Unter den Klängen des Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ marschierte die närrische Heerschaar vor den Verwaltungssitz. Bürgermeister Arno Nelles war als „Rasen“ unterwegs. Vermutlich wollte er das satte Grün über manche Entscheidung schnell wachsen lassen. Und im Schlepptau hatte er zwei Dutzend (Verwaltungs)Schafe dabei. Diese folgten ihm brav und getreu – bis auf das eine schwarze Schaf: Stadtkämmerer Ludwig Bremen. Doch auch ihm gelang es nicht, seinen Chef wehrhaft zu verteidigen.

Schnell war der Balkon eingenommen und Bürgermeister Arno Nelles in Handschellen gelegt. Michelle I. und Gert I. entrissen Arno Nelles ebenso schnell den Stadtschlüssel. „Ab jetzt wird alles besser“, kommentierte Gert I. noch im Bürgermeistersekretariat und betonte sichtlich erfreut immer wieder, den früheren Bürgermeister, damit war kein anderer als Arno Nelles gemeint, entmachtet zu haben.

Gemeinsam mit Michelle I. war noch Stimmung auf der vor dem Rathaus aufgebauten Bühne angesagt. Eine halbe Stunde lang gab es Programm. Moderator Heinz Paffen hatte eine leichte Aufgabe, denn die närrischen Tollitäten steckten mit ihren Liedern an.

Hatte man zuvor das Sturmtief Thomas gefürchtet, blieb während der Rathauserstürmung alles ruhig und trocken.

Michelle I. und Gert I. hatten nicht nur leichtes, sondern damit auch trockenes Spiel. Kurz vor zwölf Uhr fing es dann an zu „fisseln“ und der närrische Tross zog, im Schlepptau den in Handschellen liegenden Ex-Bürgermeister Arno Nelles, Richtung Aula des städtischen Gymnasium, in dem das Altweibertreiben trocken und ausgelassen weitergefeiert wurde.

Bevor Michelle I. und Gert I. das Rathaus entmachteten, waren sie schon früh auf den Beinen. Michelle I. hatte bereits vier und Gert I. drei vorherige närrische Termine; beide waren am Fettdonnerstag dann noch einmal zur Caritas unterwegs. Ansonsten feierten sie aber ausgiebig und ausgelassen. Ihre jecken Untertanen ließen es sich nicht nehmen mit ihnen in den Narrentempel an der Klosterstraße zu folgen.

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