Auch die anderen Kommunen bereiten sich schon vor

Von: ks/ssc/vm
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Nordkreis. Auch in Würselen laufen die Vorbereitungen zur Aufnahme von 100 bis 150 Asylbewerbern auf Hochtouren, wie Bürgermeister Arno Nelles auf Anfrage sagte.

Der entscheidende Anruf bei der Stadt Würselen kam von der Bezirksregierung Köln, welche die von der Bezirksregierung Arnsberg zugewiesenen Kontingente auf die Kommunen zu verteilen hat. „Innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen sollen die Flüchtlinge zu uns kommen“, nannte Nelles als Perspektive. Dabei geht es um Asylsuchende im Rahmen des Erstaufnahmeverfahrens. Der Verwaltungsstab – bestehend aus Verwaltungsvorstand und Fachleuten der Bereiche Soziales, Gebäudemanagement und Öffentlichkeitsarbeit – hat seine Arbeit aufgenommen. Erste Wahl zur Unterbringung ist die Immobilie eines Unternehmens. Die Bezirksregierung Köln führt laut Bürgermeister hier die Verhandlungen zwecks Anmietung. „Da gibt es aber noch zu viele Fragezeichen. Wir werden die Bevölkerung und vor allem die Nachbarschaft genau informieren, wenn die Entscheidung der Unterbringung gefallen ist“, will Nelles die Bevölkerung schnell einbeziehen und auch um Unterstützung bitten. „Das kann die Stadt allein nicht schaffen.“

Natürlich sucht die Stadt die enge Kooperation mit Arbeits- bzw. Freundeskreis Asyl, dem Technischen Hilfswerk, dem Deutschen Roten Kreuz und weiteren Einrichtungen und Initiativen. „Ebenso haben wir auch die Kirchen auf dem Schirm“, betont Nelles. Da soll es nächste Woche weitere Gespräche geben. „Wir werden auf die Bürger zugehen und um Spenden bitten“, betont der Verwaltungschef.

Unterstützung nötig

Denn die Unterkunft ist das eine, deren Herrichtung und Ausstattung sowie die Versorgung der Flüchtlinge mit dem Notwendigsten das andere. Beizeiten will Nelles über die Abgabemöglichkeiten von Sachspenden wie Kleidung, Spielzeug und anderes mehr informieren. Ehrenamtliche Unterstützung bei der Betreuung der bald in Würselen Eintreffenden wird ebenfalls gefragt sein.

Derzeit sind etwa gut 280 Asylbewerber in Würselen untergebracht. „Die Zahl schwankte zuletzt wegen der Zu- und Abgänge zwischen 250 und 300“, so der Bürgermeister.

Eine aktuelle Zuweisung in dieser Größenordnung gibt es für Baesweiler nicht. Noch nicht. Beigeordneter Frank Brunner rechnet damit, dass es eine Frage weniger Tage oder Wochen sein könnte. „Auch die mittelgroßen Kommunen werden angesichts der gewaltigen Flüchtlingswelle gefordert sein.“

Entsprechend laufen derzeit Vorbereitungsmaßnahmen, die er aber noch nicht näher erläutern möchte. Turnhallen, leerstehende Gebäude, andere Unterkunftsmöglichkeiten – die Stadt wird alles auf den Prüfstand stellen müssen. „Damit wir im Falles des Falles nicht bei Null anfangen und es womöglich chaotisch wird.“

Auch die Stadt Alsdorf kann die Menge der zu erwartenden Flüchtlingen derzeit noch nicht abschätzen. Es liegen noch keine Zuweisungszahlen vor. „Wir gehen aber auch davon aus, dass es mehr werden“, sagte Marion Wingen, Pressesprecherin der Stadt, auf Nachfrage unserer Zeitung. 370 Flüchtlinge hat die Stadt derzeit untergebracht, 25 Plätze sind noch frei.

Am kommenden Montag will sich die Stadt mit den Partnern, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Technischen Hilfswerk (THW), zusammensetzen und über neue Unterbringungsmöglichkeiten sowie die weitere Vorgehensweise beraten.

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