Würselen - „Atelier“ zeigt Jahresausstellung: Beeindruckende künstlerische Vielfalt

„Atelier“ zeigt Jahresausstellung: Beeindruckende künstlerische Vielfalt

Von: Nina Krüsmann
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Malerei, Skulpturen und Collagen: Karin Schneider-Rombach und Mechthild Niebeling-Mause beim Aufbau. Foto: Nina Krüsmann

Würselen. Geballte Schaffensfreude gibt es jedes Jahr bei der Gruppenausstellung der Künstlergruppe „Atelier“. Seit knapp 30 Jahren stellen acht Künstler aus. Die Vielfalt der Kunst in der neuen Ausstellung ist beeindruckend.

Mechtild Niebeling-Mause, Willi Lemke, Alexandra Reichenberg, Renate Remy, Trude Adler und Jochen Jung sowie als Gäste Karin Schneider-Rombach und Hans-Werner Berretz stellen aus. Niebeling-Mause hat sich mit vielen Techniken auseinandergesetzt. Neben der bevorzugten Aquarellmalerei arbeitet sie mit Acryl- und Ölfarben, fertigt Collagen und experimentelle Siebdrucke an. Sie lässt sich von Umwelt und Natur beeinflussen, ständiger Begleiter ist das Skizzenbuch. „Darin halte ich auf Reisen Landschaften und Kulturen fest, was die Grundlage im Atelier bildet“, erzählt die Malerin, die zwar gegenständlich arbeitet, aber beim experimentellen Siebdruck mit der Schichtung von Farben abstrakt wird. Jüngst hat sie ein Kochbuch geschrieben und illustriert.

Trude Adler wurde in jungen Jahren vom Vater inspiriert, der künstlerische Gegenstände aus Metall gestaltete. Die vier Jahreszeiten und die Elemente Feuer, Erde, Wasser, Luft inspirieren sie. Eine weitere Quelle der Inspiration ist Afrika. Adler malt Aquarelle, auch Keramikkunst fasziniert sie. Seit ihrer Pensionierung hat sie die Vielfalt der Techniken stetig erweitert, sammelte auch beim niederländischen Keramikkünstler Guido Ancion Erfahrung in der Raku-Technik.

Renate Remy arbeitet digital. Fotografien sind die Grundlage. Das Ziel: eine malerische Wirkung zu erreichen. So entstehen völlig neue Bilder, teilweise collagenartig. Auf verschiedenen Ebenen sind Fotos, Folien und andere Materialien bis zu drei Ebenen miteinander verwoben. Fotodrucke hinter Acrylglas ergänzen ihr Werk.

Alexandra Reichenberg erzählt mit ihren Collage Geschichten von Menschen und scheinbar ganz alltäglichen Dingen. Auch Landschaften, Symbole und Empfindungen sind ihre Themen. Grundlage bilden Fundstücke, alte Fotografien, Papiere, Pigmente, Acrylfarben, Bienenwachs und Blattgold. Diese Dinge fügt sie zu einem neuen Bild zusammen, das sich aus verschiedenen Schichten entwickelt, die immer wieder überarbeitet werden.

Jochen Jung, Diplom-Sozialpädagoge und lange in der sozialen Brennpunktarbeit tätig, ist seit 1988 als bildender Künstler erfolgreich. Gesellschaftskritik, Satire, persönlich Erlebtes und Gedanken zur Natur inspirieren ihn. Er gibt Bücher mit eigener Lyrik und passender Bebilderung heraus.

Der Würselener Willi Lemke zeigt Wandobjekte aus Holz und neue Metallplastiken. Sein experimenteller Zugang besteht im Umgang mit neuartigen oder zumindest ungewöhnlichen Materialien wie tropischem Kambala-Holz oder recyceltem Material.

Zwei Gastkünstler sind dabei: Karin Schneider-Rombach zeigt „Bewegte Momente – Fotografien, der Flüchtigkeit des Augenblicks entliehen“. Hans-Werner Berretz präsentiert Bilder und Objekte – vorwiegend abstrakt, collagenartig. Sein Textildesignstudium und Leidenschaft für Musik fließen mit ein.

Die Jahresausstellung „Atelier und Gäste 2017“ im Kulturzentrum Altes Rathaus, Kaiserstraße 36, ist Sonntag, 26. November, 11 bis 17 Uhr, geöffnet. Zur Vernissage, 11 Uhr, spielt HeJoe Schenkelberg Akkordeon. Die Werke sind bis Ende 2017 wochentags zu den Öffnungszeiten der Bücherei, sowie an den Sonntagen, 3., und 10. Dezember, 11 bis 17 Uhr, zu sehen.

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