Würselen - Asylbewerberheim an der Jülicher Straße 24 wird leergezogen

Asylbewerberheim an der Jülicher Straße 24 wird leergezogen

Von: ehg
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Würselen. Die menschenunwürdige Unterbringung von Asylbewerbern an der Jülicher Straße 24 wird in diesen Tagen ein Ende finden. Dann werden auch die letzten beiden Menschen, die in Deutschland um Asyl nachsuchen, an die Kaiserstraße 114-118 umziehen, wo derzeit schon 16 Personen – darunter auch Obdachlose von der Neustraße – eine neue menschenwürdigere Bleibe gefunden haben.

Wie Fachbereichsleiter Herbert Zierden in der Sitzung des Sozialausschusses weiter berichtete, hatte es beim Umzug Verzögerungen gegeben. Sie seien darauf zurück zu führen gewesen, dass in einigen Wohnungen die Wasser- und Gasversorgung habe repariert werden müssen. Parallel zum Umzug der Asylbewerber sei eine Entlastung der Unterbringung der Obdachlosen an der Neustraße erfolgt.

„Die Leute sind zufrieden“, antwortete Zierden auf Nachfrage von CDU-Sprecher Thomas Havers. Dass sie an der Zusammensetzung der Wohngemeinschaften beteiligt worden seien, ergänzte Sachbereichsleiterin Jutta Wittke. Was jedoch wegen der unterschiedlichen Nationalitäten und Religionszugehörigkeiten nicht ganz einfach gewesen sei. Das Dachgeschoss an der Jülicher Straße 24 sei zuerst geräumt worden, weil dort die schlimmsten Zustände geherrscht hätten.

Dass es Verhältnisse wie an der Jülicher Straße nicht mehr geben dürfe, betonte SPD-Sprecher Winfried Hahn, als der Antrag seiner Fraktion auf „Weiterentwicklung einer Willkommens- und Anerkennungskultur“ behandelt wurde. Auch der von der UWG gestellte Antrag, den Sprecher Clemens Sojka begründete, hatte „die Verbesserung der Situation der Asylbewerber in Würselen und die Erhöhung der Akzeptanz durch die hiesige Bevölkerung“ zum Inhalt. Dass die Unterbringung an der oberen Kaiserstraße vorübergehend sei, daran erinnerte Sylvia Köhne (CDU). Sie mahnte, heute schon Überlegungen anzustellen, wo Asylbewerber untergebracht werden können. „Wir müssen zügig zu Werke gehen“, schloss sich Havers an.

Die Gebäude an der Kaiserstraße werden weichen, wenn die Singer-Höfe gebaut werden. Schon bald müsse geklärt werden, ob das Gebäude an der Jülicher Straße 24 abgerissen und neu errichtet werde oder ob es kostengünstiger sei, die ehemalige Schule  zu sanieren. Der Standort sei nicht der schlechteste gewesen. Einen Ansprechpartner für die Asylbewerber zu „installieren“, dazu hielt Bündnisgrünen-Sprecherin Anke Erdweg an. Dies sei in Jutta Wittke gegeben, aber auch durch den Hausmeister, erläuterte Zierden.

Einstimmig beschlossen wurde gemäß beider Anträge die Einrichtung einer Arbeitsgruppe. Sie umfasst Mitglieder der Arbeitsgruppe „Unterkünfte“, des Freundeskreises „Jülicher Straße 24“ und des Integrationsrates sowie Vertreter der Verwaltung. Ein Wort des Dankes fand FDP-Sprecher Markus Carduck für die Mitarbeiter der Verwaltung, die den Umzug der Asylbewerber organisiert und vorgenommen haben.

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