Artur Kuklik liebt besondere Momente

Von: nina
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Feine Einblicke: Organisatorin Petra Baur, Fotograf Artur Kuklik und Vizebürgermeisterin Marie-Theres Sobczyk (v.l.) genießen die Ausstellung im Herzogenrather Rathaus. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. In seiner Motivwahl ist Artur Kuklik allem gegenüber aufgeschlossen. Ob Architektur, Landschaften oder Menschen – das Motiv muss ihn berühren. Dabei beweist der Fotograf auch gerne Ausdauer, wenn er mal stundenlang ausharrt, um in dem besonderen Moment auf den Auslöser zu drücken.

Die Ergebnisse sind jetzt im Herzogenrather Rathausfoyer zu sehen. Auf seinen Bildern sind Kinder zu sehen, Nonnen im Alltagsgewirr, eine Szene auf einem Soldatenfriedhof oder Tangotänzer. Besonders die Tänzer liegen ihm am Herzen, denn er selbst lässt sich neben dem Fotografieren auch gerne von seiner zweiten Leidenschaft treiben und bewegt sich zu Salsa-Rhythmen.

Bei der Ausstellungseröffnung der Schau „Alles Mensch“ führte die stellvertretende Bürgermeisterin Marie-Theres Sobczyk in die künstlerische Arbeit von Kuklik ein. „Die Fotografie ist für ihn ein ganz zentraler Punkt in seinem Leben. Schon als kleiner Junge kam er im Merksteiner Fotolabor seines Vaters damit in Berührung“, sagte Sobczyk. Zu dieser Zeit sei die Digitalfotografie noch in weiter Ferne gewesen, so dass er die Fotografie von der Pike auf kennen lernte und mit im Labor stand, wo die Negative noch entwickelt, gewässert, fixiert und getrocknet werden mussten.

„Ein Schuss und alles muss sitzen“ – ein Satz den Artur Kuklik häufig von seinem Vater hörte. Da der Vater oft als Fotograf für Familienfeste und –feiern engagiert wurde, ist verständlich, dass er sich zu Zeiten der Filmrolle nicht viele „Fehlschüsse“ erlauben konnte. Zum Glück haben sich die Zeiten technisch enorm gewandelt. „Kukliks Vater wäre sicher begeistert gewesen, wenn er die Möglichkeiten der Digitalfotografie kennen gelernt hätte. Heute kann man aus dutzenden von Bildern auswählen, die man sich auf einem Display anschauen kann und was nicht gefällt, verschwindet im imaginären Papierkorb“, verdeutlichte Sobczyk die Unterschiede zwischen damals und heute.

Kuklik bekam erst mit 18 Jahren seinen ersten eigenen Fotoapparat, mit dem er dann seine Suche nach ungewöhnlichen Motiven begann. Er ist Autodidakt und beschäftigte sich intensiv mit der einschlägigen Fachliteratur und der Farblehre. „Es sind die vielen kleinen Details, auf die Kuklik in seinen Fotografien wert legt“, lud Sobczyk ein, die ausgestellten Werke zu entdecken. Kuklik selbst übrigens bezeichnet seine Art des Fotografierens als Handwerk und nicht als Kunst.

Sehr emotional

Das Herzogenrather Rathaus ist eine seiner ersten Stationen im Ausstellungsbereich und auch eine sehr emotionale, denn in Herzogenrath hat er den größten Teil seiner Kindheit und Jugend verbracht. Für ihn ist es ein wenig wie die Rückkehr zu den familiären Wurzeln. Und die von Petra Baur organisierte Ausstellung ist ein toller Beitrag zur Aufwertung des Rathausfoyers.

Seit vielen Jahren erfreuen die Werkschauen die Besucher. Die Fotoreihe unter dem Titel „Alles Mensch“ ist bis zum 16. Mai im Herzogenrather Rathausfoyer zu sehen.

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