Artco-Galerie zeigt Ausstellung „Prelude to the Microcron”

Von: Nina Krüsmann
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Sind längst gute Freunde: Joa
Sind längst gute Freunde: Joachim Melchers von der Artco-Galerie am Ferdinand-Schmetz-Platz und der ghanaische Künstler Owusu Ankoma. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Der aus Ghana stammende und seit fast 30 Jahren in Deutschland lebende Maler Owusu Ankomah zählt zu den prominentesten Vertretern der Gegenwartskunst afrikanischen Ursprungs.

Seine neue, aus 33 Gemälden bestehende Werkserie „Prelude to the Microcron” hat er exklusiv für die Artco-Galerie geschaffen. „Einzigartig ist seine Kunst durch die unverkennbare Farb- und Formensprache, seine Werke sind unübersehbar. Es ist die Kraft seiner Malerei, die mit mal üppig aufgetragener, mal mit sehr reduzierter Farbigkeit den Betrachter unweigerlich in ihren Bann zieht”, erklärt Galerist Joachim Melchers. Der Mensch, als Individuum oder als Figurengruppe dargestellt, erscheine fast immer im Zentrum seiner Bilder.

Geheimnisvolle Symbole

„Die Protagonisten werden immer wieder durchdrungen und überlagert von geheimnisvollen Symbolen. Diese Zeichen, charakteristisch für seine Werke, entstammen Ankomahs westafrikanischer Heimat. Es sind Adinkra-Symbole”, erläutert Melchers. Mit der Zeit habe sich Ankomah in Anlehnung an diese Semantik mit der Entwicklung neuer Zeichen und Symbole beschäftigt, und hat Schriftzeichen anderer Kulturen oder Piktogramme der modernen Gesellschaft miteinander vernetzt.

Ankomah wurde 1956 als neuntes von 13 Kindern einer einflussreichen Familie geboren. Schon früh interessierte er sich für Malerei und Musik. Bereits mit 15 Jahren studierte er am College of Art in Ghana. 1974 begann er künstlerisch zu arbeiten und kam bald nach Europa. „Seine Ziele hat er in der schweren Anfangszeit nie aus dem Auge verloren, sich nicht verleiten lassen gefällige Kunst für den Markt zu produzieren”, betont Melchers, der seit 1996 mit dem Afrikaner zusammenarbeitet. „Er gehört zu den wichtigsten Künstlern unserer Galerie.” „Prelude to the Microcron” markiere einen Endpunkt und einen neuen Anfang seines Schaffens.

„Das Symbol des Microcron, eine Wortschöpfung Owusu Ankomahs, ist der Kreis aus Kreisen, der Zusammenfluss und die Reinkarnation aller Zeichen und Symbole”, erklärt Melchers. Es stehe für ein allumfassendes Ordnungssystem des Seins und der Gedanken; für die Einheit von Mensch, Natur und Kosmos. „Die ersten Malereien dieser Serie sind klein, in Blau gehalten, einer Farbe die für den Künstler stark positiven Charakter hat. Blau steht für Wasser und Leben, für die Erde und das Universum. Die größeren Arbeiten weisen den typischen Schwarz-Weiß-Kontrast auf.”

Neben diesen aktuellen Malereien sind Schlüsselwerke aus früheren Jahren zu sehen. „Spiritualität wird mehr und mehr zur Quelle seiner Inspiration. Diese Entwicklung mündet in der Werkserie Microcron, die der Weg zur reinen Spiritualität ist.” Zur Ausstellung erscheint die Monografie „Movement to the microcon”, in der sich Marie Pittroff und Daniela Roth dem neuen Werk Ankomahs nähern. Ankomah selbst beschreibt in diesem Buch seine spirituelle Gedankenwelt. Die Ausstellung in der Artco-Galerie am Ferdinand-Schmetz-Platz 2 ist bis 7. Oktober dienstags bis freitags, 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, sowie samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet.
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