Architekturwettbewerb: Studierende gestalten Baugebiet in Ofden

Von: Karl Stüber
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Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Interessierte junge Leute streifen in nächster Zeit durch das beschauliche Ofden. Sie sind ausgerüstet mit Kameras, Stift und Notizblock. Rund 25 Architekturstudenten der Fachhochschule Aachen machen sich mehr als nur ein Bild von dem alten Dorf und dem mittlerweile ebenfalls in die Jahre gekommen „Neubaugebiet“.

Sie wollen die Strukturen erfassen, möglichst erfahren, wie der Alsdorfer Stadtteil mit seinen knapp 2900 Einwohnern tickt, welche strukturellen Defizite, aber auch welche Entwicklungschancen es dort gibt. Vor allem konzentrieren sich die Studierenden auf das Gelände der Realschule, das – wie auch das des Gymnasiums gegenüber – nach Umzug beider Bildungseinrichtungen in das Kultur- und Bildungszentrum auf dem Annagelände mit Wohngebäuden neu bestückt werden soll.

Die Gestaltungsvorschläge fließen in die Abschlussarbeiten der Bachelor-Studenten ein. Sie müssen bis Juli zudem dazu passende Modelle herstellen. Prof. Ulrich Eckey vom Fachbereich Architektur der FH sorgt für die fachliche Betreuung.

Aber hinter dem Ganzen steht noch viel mehr: ein Wettbewerb der S-Immo, Sparkassen-Immobilien GmbH. Die Firma – mit der Stadt Alsdorf an der Bauland GmbH beteiligt – hat dem Wettbewerb den Namen „WohnSinn – aging in place“ gegeben.

Die konkrete Aufgabe: Die Studierenden sollen auf dem 1,9 Hektar großen Gelände ein Quartier mit bezahlbaren Wohnungen, verbunden mit hoher Wohnumfeld- und Architekturqualität entwerfen, das älteren Menschen den Verbleib in ihrem Viertel erlaubt – deshalb „aging in place“. Es geht vor allem um seniorengerechtes Wohnen in Mehrfamilienhäusern.

Bei der Auftaktveranstaltung in der Realschule werden die jungen Leute von Prof. Eckey eingestimmt. „Hier gibt es landschaftlich unheimlich viel Entwicklungspotenzial. Aber es ist auch gut, dass Sie etwas zu beißen haben“, spielt Eckey auf das starke Gefälle des Geländes an. Laut Sebastian Wiese vom städtischen Amt für Bauleitplanung fällt das Areal rund 15,5 Meter ab. Da wollen die Baukörper geschickt gezirkelt sein. Zudem gilt es, schützenswerten Baumbestand und die zum Bürgerhaus aufgewertete Turnhalle zu bewahren.

Weiterhin ist ein Sickerungsbecken fest gesetzt. Unbeachtet bleiben soll das ehemalige Behelfskrankenhaus, das in dem einem Bunker ähnlichen Keller der Realschule untergebracht war. Und natürlich müssen die Studierenden bei ihren Entwürfen auch berücksichtigen, dass auf der anderen Seite der Theodor-Seipp-Straße das Gelände des Gymnasiums mit Ein- und Zweifamilienhäusern auf großzügigen Grundstücken bebaut werden soll. Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg hofft auf viele interessante Anregungen seitens der ambitionierten Studierenden.

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