Baesweiler - Arbeit im Treffpunkt Siedlung Ost in Setterich kann weitergehen

Arbeit im Treffpunkt Siedlung Ost in Setterich kann weitergehen

Von: mabie
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Starke Gruppe: Ehrenamtlerin Havva Kalkan, Projektleiterin Ute Fischer, Lions Club-Präsidentin Birgit Creuels, Sozialamtsleiterin Angelika Breuer, Mitarbeiterin Tanja Piontek, DRK-Vertreterin Marion Hermann (hintere Reihe, v.l.) und Rose Tiny, Klärchen Reimann, Maria Georgi, sowie Franz Bock (vordere Reihe,v.l.) freuen sich über die Spende des Lions Clubs. Foto: Markus Bienwald

Baesweiler. Für Ursula Diederen ist die Sache eindeutig: „Sie ist unser Kummerkasten, unsere Beraterin, sie hilft, sie tröstet, sie redet und sie bringt sich ein. Sie ist einfach für uns da!“ Das Lob der 61-Jährigen aus der Siedlung Ost in Baesweiler gilt Tanja Piontek, die sich als Minijobberin im Treffpunkt Siedlung Ost ganz schnell einen Namen gemacht hat.

Sie ist neben den Ehrenamtlern der Motor in dem Treffpunkt im Königsberger Weg 1. Hier treffen sich nicht nur Senioren, sondern alle Menschen, die aus der Einsamkeit herauskommen und ihr Leben auch in einer Gruppe gestalten wollen. „Das Ganze funktioniert natürlich nicht nur mit Ehrenamtlern, wir brauchen auch immer hauptamtliche Mitarbeiter“, sagt Ute Fischer, Projektleiterin der „Sozialen Stadt Setterich-Nord“ beim Deutschen Roten Kreuz.

Das funktionierte bislang auch richtig gut – allerdings traf kürzlich die Botschaft ein, dass die von der Agentur für Arbeit unterstützte Stelle von Tanja Piontek nicht mehr weiterfinanziert werden kann. In die Finanzierungslücke von 2105 Euro sprang nun der Lions Club Baesweiler, dessen Präsidentin Birgit Creuels sich darüber freut, mit der Spende die Arbeit von Tanja, wie sie im Treffpunkt nur genannt wird, zu sichern. „Wir haben das sehr gerne getan, weil es vor allem für ältere Menschen sehr schwierig ist, passende Angebote zu finden.“

Vor Ort und im Quartier arbeitet der Treffpunkt, ist aber darüber hinaus auch Anlaufstelle für Sorgen und Nöte ganz anderer Art. „Wir hatten hier bis vor Kurzem auch eine junge Mutter, die sich sehr gut aufgehoben fühlte und sich auch Tipps beispielsweise für Behördengänge holte“, so Marion Hermann vom Deutschen Roten Kreuz. Was ihre Arbeit für die bis zu einem Dutzend Gäste pro Öffnungstag bedeutet, weiß Tanja Piontek ganz genau. „Es ist gut, hier einsame Menschen zusammen zu bringen“, fasst sie es kurz zusammen. Das Gefühl, dass Klärchen Reimann einsam ist, beschleicht den Besucher im Treffpunkt Siedlung Ost zunächst einmal gar nicht. Die 82-Jährige kommt aus der Siedlung West nach hier.

„Wegen der Gemeinschaft, wegen der Gemütlichkeit“, sagt sie, „und wegen der Tanja.“ Darum waren sie und die anderen Damen, unter die sich seit kurzem mit Franz Bock auch ein Mann gemischt hat, traurig, als sie hörten, dass Tanjas Minijob nicht mehr weiter gefördert werden sollte. Doch dank der Gelder vom Lions-Club darf Tanja nun aktiv bleiben, und das nicht nur zur Freude von Franz Bock. „Ich hab‘ hier sowieso nix zu sagen“, sagt er mit einem ganz großen Augenzwinkern. Aber das muss ja auch nicht immer sein, denn schließlich zählt das gute Gefühl im Treffpunkt Siedlung Ost am meisten.

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