Arbeit an „Moses 3“ unter Hochdruck

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Die Statue nimmt Formen an: (v.l.) Dr. Heribert Mertens, Cornel und Sven Bücken arbeiten daran, dass an der Bahnhofstraße bald wieder eine Moses-Statue steht. Foto: PSH

Herzogenrath. Die alte Moses-Statue hatte eine bewegte Historie bis zu ihrem dreisten Diebstahl im vergangenen Jahr. Mit großem Engagement setzt sich die Bürgerstiftung für den Ersatz des städtischen Wahrzeichens ein. Im Atelier des Steinbildhauers Cornel Bücken nimmt „Moses 3“ nun Gestalt an.

Mitglieder der Bürgerstiftung mit Geschäftsführer Dr. Heribert Mertens besuchten jetzt das Atelier an der Weidstraße 22. „Mit meinem Sohn Sven bearbeite ich dieses besondere Projekt mit viel Herzblut und Idealismus“, sagt Bücken. 2,44 Meter sind die beiden Steinstelen hoch, auf einer Grundfläche von 50x50 Zentimetern. „Die beiden Objekte haben einen aufstrebenden Charakter, wobei das monochrome Steinmaterial auch wesentlich das Erscheinungsbild der Statue bestimmt“, erläuterte Bücken. Ihm und seinem Sohn ist es sehr wichtig, dass der zu verarbeitende Stein einen „sehr guten Ursprung“ habe und kein „blutiger Stein aus asiatischen Ländern“ sei.

Cornel Bücken hat sich schon mit verschiedenen Werken im Stadtgebiet verewigt: Dazu gehört die Stele vor dem alten Rathaus in Kohlscheid, die Exekutive und Legislative symbolisiert, die Stele der Partnerschaft auf dem Place du Plérin vor dem Rathaus, die Statue der heiligen Anna an der Anna-straße und die Bodenplatte im Eurode Business Center.

Dr. Mertens: „Die Bürgerstiftung ist sehr froh, dass zwei Herzogenrather Künstler federführend an diesem Projekt mitarbeiten. Unser besonderer Dank gilt der Familie Russell und dem Aachener Dombaumeister Mainz – ohne ihre großzügige Unterstützung hätten wir das Projekt nicht weiterführen können.“

Auch der neue Moses hat eine bewegte Entstehungsgeschichte: Im Frühjahr wurden die von der Familie Russell gestifteten 16 und 12 Tonnen schweren Steinblöcke zum Sägewerk transportiert und zugeschnitten. Erst da konnte festgestellt werden, dass die Steine für die Bildhauerarbeit nicht geeignet waren. Zunächst ein Rückschlag. Charles Russell dazu: „Stein ist ein Naturprodukt, wir konnten daher nicht vorhersehen, was das Schleifen ergibt. Auch wenn sich die Suche nach dem geeigneten Stein in diesem Fall etwas schwieriger gestaltet hat, bin ich mit meiner Familie stolz darauf, dass der neue Moses ein Produkt aus unserem Steinbruch sein wird. Schließlich sind wir mit Leib und Seele Herzogenrather.“

Der Entwurf aus der Feder der Berliner Künstler Mannstein + Vill wurde gemeinsam mit Cornel Bücken überarbeitet, wozu auch das evangelische Zentrum in Köln besucht wurde, wo noch ein Original des in Herzogenrath gestohlenen „Moses 2“ steht. Die Bürgerstiftung erhielt schließlich – dank der Unterstützung von Dombaumeister Mainz – zwei andere Steine gegen Aufwandserstattung aus dem Materiallager des Aachener Domkapitels, die für die Umsetzung geeignet sind.

Fast zehn Stunden täglich arbeiten Cornel und Sven Bücken an „Moses 3“. Zeichnungen und 3D-Modelle sind die wichtigsten Grundlagen. Cornel Bücken: „Interessierte können sich gerne den Entstehungsprozess anschauen.“ Anmeldung: Telefon 0170/4145980.

Einen neuen Termin für die feierliche Enthüllung gibt es noch nicht. Durch die Startschwierigkeiten ist zudem eine Finanzierungslücke von rund 3000 Euro entstanden. Dr. Mertens: „Wer helfen möchte, diese Lücke zu schließen, kann sich gerne an die Bürgerstiftung wenden: buergerstiftung@herzogenrath.de.“

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