Würselen - Aquana-Investitionen sollen sich lohnen

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Aquana-Investitionen sollen sich lohnen

Von: Georg Pinzek
Letzte Aktualisierung:
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Das Aquana-Außenbecken wird im kommenden Jahr zur Liegeterrasse umgebaut: Das kostet 80 000 Euro und führt zu jährlichen Einsparungen von über 32 000 Euro. Die 16 Jahre alten Saunamöbel müssen aus Sicherheitsgründen raus. Für 40 000 Euro wird neues Mobiliar angeschafft. Foto: Wolfgang Sevenich
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Spaß und Entspannung: Auch bei den Wasserspielgeräten wird aufgerüstet.
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Das Aquana-Außenbecken wird im kommenden Jahr zur Liegeterrasse umgebaut: Das kostet 80 000 Euro und führt zu jährlichen Einsparungen von über 32 000 Euro. Die 16 Jahre alten Saunamöbel müssen aus Sicherheitsgründen raus. Für 40 000 Euro wird neues Mobiliar angeschafft. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Wenn sich ein Hausbesitzer den Swimmingpool im Garten nicht mehr leisten will oder kann, dann wird er das Becken verfüllen und möglicherweise ein Blumenbett anlegen oder einfach Gras darüber wachsen lassen. Ungewöhnlich ist das nicht. Anders ist das beim Aquana.

Wenn aber die Besitzer eines Spaßbades aus Kostengründen die Freude am Außenschwimmbecken verlieren, dann sind die Konsequenzen zwar vergleichbar, außergewöhnlich ist das aber schon. So will die Stadt Würselen das Ganzjahresaußenbecken des Aquana verfüllen, abdecken und eine möblierte Liegeterrasse herrichten. Um aber die Betriebskosten langfristig sparen zu können, muss die Stadt erst einmal investieren: 80.000 Euro sollen dafür im kommenden Jahr fließen.

Das soll sich rentieren, denn die Investition wird Energieeinsparungen von voraussichtlich über 32.000 Euro jährlich zur Folge haben. Weitere 20.000 Euro sollen zur Stabilisierung der Besucherzahlen 2015 in neue Wasserspielgeräte fließen. Der Stadtrat wird am Dienstagabend, 18 Uhr, im Rathaus darüber entscheiden. „Die Abdeckung von Verlusten der Euregio Freizeitbad Würselen GmbH & Co.KG; hier: Zustimmung zur Genehmigung von erheblichen überplanmäßigen Aufwendungen und Auszahlungen“ steht erneut auf der Tagesordnung. 200.000 Euro zusätzlich soll die Stadt noch in diesem Jahr ins Tochterunternehmen pumpen. Diese Investition werden ab 2015 zu Energieeinsparungen von jährlich 60.000 Euro führen.

Pumpen werden ausgetauscht

Damit werden die Konsequenzen gezogen aus einem „Strategiekonzept“, das die Unternehmensberatung Altenburg im Auftrag des Rats erstellt hatte. Moniert wurde unter anderem veraltete Technik, bei der nachgesteuert werden muss. 30.000 Euro sind allein für Brandschutzmaßnehmen nötig. Für 70.000 Euro muss die Steuerung der Lüftungstechnik saniert werden. 20.000 Euro kostet die neue Ansaugung der Abluft. Ausgetauscht werden müssen auch 16 Jahre alte Pumpen; Kostenpunkt: 40.000 Euro.

Außerdem steht die Erneuerung der ebenfalls aus den Gründerjahren stammenden Saunamöbel auf der Agenda. Die Möbel sind teils so brüchig, dass sie laut Informationen der Stadtverwaltung unter den Gästen zusammenbrechen. Die Möbel wurden nach einem Aufsichtsratsbeschluss aus Gründen der Verkehrssicherheit bereits gekauft, um größeren Schaden vom Aquana und damit von der Stadt abzuwenden. Dafür sind 40.000 Euro fällig.

Für das Schul- und Vereinsschwimmen zahlt die Stadt jährlich 410.000 Euro Betriebskostenzuschuss. Für 2013 waren für die Verlustabdeckung 1,37 Millionen Euro nötig. Laut Beteiligungsbericht 2013 der Stadt betrug die Verlustabdeckung 2010 rund 796.800 Euro, 2011 mussten 763.800 Euro überwiesen werden, 2012 waren es 907.400 Euro.

Das Aquana zählt jährlich rund 245.000 Besucher. Davon stammen etwa 78.000 aus Würselen; 40.000 besuchten das Spaßbad, 6000 die Sauna, das Schulschwimmen zählt 20.000 Teilnehmer und 12.000 Vereinsschwimmer wurden gezählt. Laut „Strategiekonzept“ hat das Aquana ein „vorzeigbares Angebot mit positivem Image in der Region“. Es erfülle die Grundversorgung für Würselener Schulen und Vereine. Zu den Pluspunkten zählen die Gutachter auch, dass das Aquana einen geringeren Betriebskostenzuschuss nötig hat, als beim klassischen Funktionsbadeangebot mit Hallenbad und Freibad.

Hohe Bedeutung wird dem Aquana als „weicher Standortfaktor“ beigemessen. Auch die 50 Arbeitsplätze werden auf der Positivseite verbucht. Das Bad mit seinen Angeboten sei besonders für Familien attraktiv. Der Sauna wird eine gute Grundanlage bescheinigt, angesichts des immer anspruchsvoller werdenden Saunaklientel, sei die Ausstattung in Teilen aber nicht mehr zeitgemäß.

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