„API“-Gebäude wächst imposant

Von: Stefan Schaum
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Moderne Metall-Außenhaut: Auch die äußeren Dimensionen des Lager- und Bürokomplexes beeindrucken. Foto: Stefan Schaum
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Im Hochregallager befindet sich im Hintergrund ein winziger Arbeiter, der beinahe zu verschwinden scheint: Die Dimensionen des Lager- und Bürokomplexes sind innen beeindruckend. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Auf diese Baustelle ist Architekt Joachim Vorbrüggen mächtig stolz. Solch ein Gebäude, wie es derzeit im Baesweiler Gewerbegebiet entsteht, finde man nur ganz selten, sagt der Planer des Aachener Büros VSI. Multifunktional ist es und verschachtelt, mit ineinander verzahnten Bereichen von Lager bis Büro und dabei doch geräumig. Und natürlich steckt es voll moderner Technik.

„Das ist im Grunde eine eierlegende Wollmilchsau!“ Seit gut einem Jahr wächst der Komplex des IT-Großhändlers „API“. Derzeit betreibt er acht separate Lager, verteilt in der Städteregion. Künftig soll es nur noch eines in Baesweiler geben. Und dort wird die Firma auf einen Schlag zum größten Arbeitgeber.

Von außen ist der Bau mit der hohen, metallenen Struktur schon imposant. Doch von innen wird der Blick in die Tiefe noch beeindruckender. Denn damit das Gebäude nicht zu hoch wird – und etwa aus Beggendorfer Sicht nicht allzu sehr als Fremdkörper in der Landschaft empfunden wird – geht es tief runter in die Erde, mehr als sechs Meter.

Knapp 25 Meter hoch

Auf knapp 25 Meter Höhe bringt es dadurch der Bereich für das Hochregallager. Der ist noch leer, ihn zu füllen wird keine Kleinigkeit. Ende des Frühjahrs sollen die ersten Firmenbereiche nach Baesweiler wechseln. „Dann werden wir alleine einen Monat brauchen, um das Lager mit den nötigen Kisten für den Transport zu bestücken“, blickt Logistikleiter Dirk Hüdepohl voraus. Ist erst mal alles drin – Computer und Bauteile für den Versand – werden täglich 4000 bis 5000 Pakete das Lager verlassen.

15 Laderampen gibt es am Gebäude, doch verkehrstechnisch sei das ganz sicher keine Belastung für die Stadt. Hüdepohl: „Es werden wohl nicht mehr als 20 Lkw pro Tag sein – und die fahren vom Lager aus Richtung Umgehungsstraße.“

Gewinn für die Stadt

Die sei ein Gewinn für die Stadt, das betonte beim jüngsten Ortstermin auf der Großbaustelle – Grundstücksfläche: 36.000 Quadratmeter, davon 17.000 Quadratmeter umbauter Raum – auch Bürgermeister Dr. Willi Linkens. „Die B 57n bedeutet eine große Entlastung und ist ein enormes Plus für das Gewerbegebiet.“ Dass künftig einige Mitarbeiter von „API“ aus seiner Stadt kommen könnten – etwa 350 bis 400 Arbeitsplätze sind es zum Start in Baesweiler – seien ebenfalls glänzende Aussichten.

„Die passenden Wohngrundstücke haben wir jedenfalls.“ Zumal bei „API“ alles auf Wachstum steht. Die Option auf ein weiteres Grundstück im Gewerbegebiet besteht bereits. „Wir haben seit 20 Jahren starkes Wachstum. Durch die Automation am neuen Ort werden die Mitarbeiterzahlen zwar zu Beginn erst einmal nicht ansteigen, aber langfristig kann sich hier einiges tun“, sagte Prokurist Jürgen Hacker. „Deutlich mehr als 40 Millionen werden wir in den Standort investieren.“

Vor allem eine aufwändige Brandschutztechnik hatte die ursprünglich anvisierten Baukosten von 24 Millionen in die Höhe getrieben. Der Standort sei indes ideal. Hacker: „Wir haben uns einige Gemeinden angeschaut. Aber Baesweiler war die einzige, wo alles passte. Wir haben hier den besten Platz gefunden, der im Großraum Aachen zu haben war.“

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