Anwohner fühlen sich durch die Wehr belästigt

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Schweißtreibender Einsatz, um Schlimmeres zu verhindern: Die Arbeit der Wehrleute ist – wie hier bei dem jüngsten Kaminbrand in Schaufenberg – oft kräftezehrend und gefährlich.

Alsdorf. Es war zum Glück nur ein Kaminbrand am Freitagnachmittag an der Schaufenberger Straße, den die Wehrleute schnell im Griff hatten. Aber während des Einsatzes wurden die Helfer mit einem Ansinnen benachbarter Anwohnern konfrontiert, das für die Helfer angesichts des zu bewältigenden Notfalls „erstaunlich“ anmutete, wie Wehrsprecher Christoph Simon berichtet.

Eine unklare Rauchentwicklung aus einem Dachstuhl war gemeldet worden. Vor Ort stellten die Wehrleute fest, dass es sich um einen ausgedehnten Kaminbrand handelte. Über die Drehleiter begaben sich zwei Einsatzkräfte unter Atemschutz zur Kaminöffnung auf das Dach hinauf, um den Schlot mittels Kaminkehrerwerkzeug zu reinigen. Ein weiterer Angriffstrupp lief unter Atemschutz zur unteren Revisionsöffnung und transportierte das Brandgut mit Schuttmulden ins Freie. Zur Abschlusskontrolle wurde der Bezirksschornsteinfegermeister angefordert, die Wohnung danach den Besitzern wieder übergeben.

Nicht schlecht staunte der Pressesprecher und Gruppenführer des LF 20-1, Christoph Simon, allerdings, als während des laufenden Einsatzes zwei Personen aus einer angrenzenden Wohnung mitteilten, dass die Abgase eines der Löschfahrzeuge in den Wohnungsflur beziehungsweise die Wohnung eindringen würden: Ob man da nicht Abhilfe schaffen könne? Bemerkenswert sei jedoch gewesen, so sagt Christoph Simon, dass sowohl die betreffende Wohnungseingangstür als auch sämtliche Fenster des Gebäudes verschlossen gewesen seien. Die Überraschung des Pressesprechers sei umso größer gewesen, als sinngemäß mitgeteilt wurde, dass ansonsten die Reinigung etwaiger Kleidung in Rechnung gestellt werde...

Vielzahl an Stromverbrauchern

Dabei hat es durchaus seinen Grund, dass im Einsatzfall Fahrzeuge nicht abgeschaltet werden, wie der Sprecher der Feuerwehr erläuternd darlegt: „In den Feuerwehrfahrzeugen befindet sich eine Vielzahl an internen Verbrauchern, die auf eine dauerhafte Stromversorgung angewiesen sind. So werden die Fahrzeuge in der Feuerwache zur Gewährleistung einer dauerhaften Stromversorgung ans Stromnetz angeschlossen. Dies ist im Einsatzfall so nicht möglich, so dass der Betrieb des Motors unumgänglich wird. Neben dem Betrieb der allgemeinen Lichtanlage, der Sondersignalanlage, der sonstigen Einsatzstellenbeleuchtung sind so unter anderem das stationäre Funkgerät, eine Mehrzahl an Handfunkgeräten, mehrere Handlampen und größere Handscheinwerfer in den Ladestationen auf eine Stromversorgung angewiesen, nicht zuletzt auch die Feuerlöschkreiselpumpe. Zudem wird für unter Atemschutz eingesetzten Kräften die Fahrzeugkabine mittels Heizung warm gehalten. Diese Kräfte gehen während ihrer Einsätze an Leistungsgrenzen und schwitzen. Die Uniformen werden zudem von außen durch etwaiges Löschwasser bzw. Wasserdampf nass. Um ein Auskühlen der Kräfte zu verhindern halten sich diese – nach ihrem Innenangriff – in der Fahrzeugkabine auf.“

Der durch die laufenden Fahrzeugmotoren erzeugte Lärm sowie die sonstigen Immissionen seien sicherlich auch für die Einsatzkräfte nicht erfreulich, aber auch hier ein unabwendbares Übel. Das Feuerwehrfahrzeug wurde am Freitag „aus Nettigkeit und ohne Anerkennung einer Verpflichtung“ schließlich um einige Meter versetzt, berichtet Simon. Aber auch an der neuen Stelle habe es letztlich vor einer Wohnungseingangstür gestanden. Die Wohnungsbesitzer dahinter hätten aber glücklicherweise nicht um Abhilfe gebeten, stellt der Feuerwehrmann noch fest.

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