Baesweiler - Antoniuskirmes: In vielen Baesweiler Familien verwurzelt

Antoniuskirmes: In vielen Baesweiler Familien verwurzelt

Von: ger
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Jubilare und scheidende Maipaare: Die Baesweiler Junggesellen ehrten zahlreiche Mitglieder langjährige Treue zum Verein. Außerdem verabschiedeten sie bei der Antoniuskirmes die Maipaare Patrick le Mestrez und Daniela Pollauszach, Daniel le Mestrez und Jennifer Schippers und ihren Maijungen Markus Liedke. Es fehlt Maimädchen Sarah Willms. Foto: Daniel Gerhards

Baesweiler. Der letzte Walzer bereitete den Maipaaren um König Patrick le Mestrez und Königin Daniela Pollauszach sichtlich Freude. Beim letzten offiziellen Auftritt der Baesweiler Maipaare des vergangenen Jahres bei der Antoniuskirmes des Junggesellenvereins schwang aber dennoch eine gehörige Portion Wehmut mit.

Patrick le Mestrez bedankte sich bei allen, die ihm halfen und mit ihm feierten, besonders bei seinen Maipaaren Daniel le Mestrez und Jennifer Schippers sowie Markus Liedke und Sarah Willms. Denn: „Alleine kann man das gar nicht realisieren.”

Der scheidende Maikönig blickte auf eine Menge schöner Erlebnisse im Kreis des Vereins zurück: „Ich kann gar nicht sagen, was am schönsten war. Der Vorbeimarsch beim Festzug, das Feiern vor, nach und während der Veranstaltungen oder der Abschied im Festzelt bei der Kirmes - alles war super.”

Neben der Verabschiedung der Maipaare und der Jubilarmaipaare ehrten Vorsitzender Daniel Janshoff und sein Vize Marcel Dederichs zahlreiche Mitglieder für fünf-, zehn-, 25-, 40- und 50-jährige Zugehörigkeit zum Verein.

Besonders stolz sind die Junggesellen auf die Mitglieder, die ihnen schon seit 60 Jahren die Treue halten: Erich Behrendt sen., Josef Vomberg, Hans Plum, Horst Kammermeier und Willy Basten.

Als sie sich den Junggesellen anschlossen, bestand der Verein erst seit wenigen Jahren wieder. Denn in der Zeit von 1936 bis 1946 war er verboten.

Der erste Vorsitzende nach der Neugründung, August Braun, erinnert sich an die Gründertage im Jahr 1946: „Wir saßen bis weit über die Sperrstunde hinaus in der Gaststätte Offergeld. Dann haben wir den Verein mit 38 Leuten neu gegründet. Er war in vielen Baesweiler Familien verwurzelt, dadurch sind wir wieder gut auf die Beine gekommen.”

Zudem wollten die jungen Leute nach den Entbehrungen des Krieges wieder zusammen feiern. Dazu bekamen sie bald Gelegenheit, denn schon drei Wochen später stand die Kirmes auf dem Programm. Es blieb also nicht viel Zeit.

Braun: „Der ehemalige Vorsitzende Willi Gerhards hatte trotz mehrerer Hausdurchsuchungen eine Fahne versteckt, und aus einem Betttuch und etwas blauer Seide wurde die erste Königsschärpe genäht.”

Von Jahr zu Jahr schlossen sich immer mehr junge Leute den Junggesellen an. Braun: „Das Fundament ist die Zusammenarbeit der Generationen.”

So feierten auch jetzt bei der Antoniuskirmes im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums wieder Jung und Alt gemeinsam zur Musik der Band „Corona”.

Mit Tanz, Synchron-Fahnenschwenken und einer karnevalistischen Einlage der Ehrengarde und der KG Narrenzunft mit ihrem Damen-Dreigestirn war für ein volles Programm gesorgt.
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