Antikmarkt auf dem Dreiecksplatz in Würselen

Von: nina
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Nostalgiker: Aussteller Gisbert Wittkowski mit seinen Schätzchen auf dem Würselener Antikmarkt. Foto: N. Krüsmann

Würselen. Von Kitsch keine Spur: Der Dreiecksplatz im Schatten der beiden Kalkhalden an der Elchenrather Straße wurde am Sonntag zu einer wahren Fundgrube für Nostalgiker und Liebhaber schöner, alter Dinge.

Mit dem neuen, großen Eventmarkt unter dem Motto „Zeitreise” ist es Bürgermeister Werner Breuer gelungen, eine weitere Attraktion auf den neu geschaffenen Dreiecksplatz zu holen. Wer einen „normalen” Trödelmarkt erwartet hatte, wurde angenehm überrascht.

Die rund 50 Verkaufsstände, die der Einladung von Veranstalter „Cölln Konzept” gefolgt waren, präsentierten ein hochwertiges Angebot. Auf Originalität legt auch Aussteller Gisbert Wittkowski wert. 1981 hat der Bochumer seine Sammelleidenschaft entdeckt.

„Mein Onkel hatte einen Tante-Emma-Laden. Als ich die schönen Werbeschilder sah, hat mich der Sammelbazillus befallen.” Alte Emailschilder, Blechdosen und Spielzeuge haben es ihm angetan. „Ich sammle alles, was alt und schön ist”, schmunzelt er. Zu den auffälligsten Stücken, die er nach Würselen mitgebracht hat, gehören ein Schuco-Schaukelpferd aus den 30er Jahren und ein Dekorations-Pferd, das über drei Generationen im Schaufenster eines Reitsportfachgeschäfts gestanden hat.

Das älteste zum Verkauf stehende Stück ist ein „Milkmaid”-Schild, eine Milchreklame von 1890. Die nostalgischen Schätzchen stammen alle aus seiner eigenen Sammlung. Neben alter Originalwerbung, Schildern, Plakaten, Bauchläden und Leuchtreklamen stechen vor allem die Werbefiguren heraus. „Meine Lieblingsstücke sind die alte Tante von Persil und der Grammophon-Hund - die habe ich natürlich zu Hause”, erklärt Wittkowski.

Manche Rarität

Neben professionellen Anbietern waren natürlich auch die Würselener Trödler vertreten. Egal, ob alte Schmöker, hübsche Kristallgläser oder Platten von Elvis - angesichts des vielfältigen Angebots wurde jeder Besucher fündig. Manch einer nahm eine echte Rarität mit nach Hause. „Der Platz ist hervorragend geeignet für einen solchen Antikmarkt und die Mischung aus kommerziellen und privaten Anbietern macht´s”, sagt Veranstalter Bruno Deutzmann. Schade nur, dass das Wetter seiner Zeitreise einen Strich durch die Rechnung machte.

„Die Aussteller haben sich wirklich große Mühe gegeben. Sie hätten mehr Publikumszuspruch verdient.” Am Wetter scheiterte leider auch die eigentlich geplante Oldtimer-Schau. Nur wenige Fahrzeuge ließen sich blicken - diese aber wurden von den Nostalgikern mit großem Interesse bestaunt.
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