Ansprechpartner für die Bürger sein

Von: Christoph Classen
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Nordkreis. Sie stehen an vorderster Front, aber fast nie im Rampenlicht. Für die Bürger sind sie erste Anlaufstelle; ein offenes Ohr und manchmal auch ein dickes Fell sind Grundvoraussetzungen für ihren Job. An dieser Stelle ziehen vier Ansprechpartner aus den Nordkreis-Kommunen ihre ganz persönliche Bilanz 2010 und verraten, was sie sich für das kommende Jahr wünschen.

Post sortieren, Briefe schreiben, Veranstaltungen organisieren, und, und, und. Das was Isa Derichs macht, lässt sich wohl mit dem Wort Management am besten beschreiben. Seit etwa 30 Jahren arbeitet sie als Sekretärin des Bürgermeisters in Baesweiler - und ist damit länger im Amt, als ihr aktueller Chef Dr. Willi Linkens. „Die Vielfalt der Arbeit gefällt mir”, sagt Derichs.

Natürlich ist nicht jeder Anrufer bestens aufgelegt, wenn er bei Derichs durchklingelt. So war es auch bei der älteren Frau, die sich über ein Straßenschild beschwerte, das vor lauter Dreck nicht mehr lesbar war. Aber es ist nicht dieser Anruf, der Derichs im Gedächtnis geblieben ist, sondern der folgende. „Da bedankte sie sich, dass das Schild jetzt sauber ist”, erinnert sich Derichs. Für ihre Stadt wünscht sie sich im kommenden Jahr eine Stabilisierung der Finanzen, ansonsten darf alles weitergehen wie bislang. Und für sich? „Gesundheit”, sagt Derichs.

Die steht auch auf der persönlichen Wunschliste von Josef Jordans weit oben. Jordans ist seit 1991 Alsdorfs Bürger- und Seniorenbeauftragter, in der Verwaltung arbeitet er bereits viel länger; ein Charakterkopf im besten Sinne. Auch für seine Stadt wünscht er sich im kommenden Jahr Gesundheit - bei den Finanzen. „Ein Wunschtraum”, wie er selbst einräumt. Umso wichtiger sei es, dass „Bund und Land klar wird, wie wichtig die Kommunen sind.” Und die Erkenntnis entsprechend ummünzen.

Ein Abschied und viel Lob

2010: Das war für Jordans der Abschied von Maria Miskulin, die für eine erneute Wahl zur Vorsitzenden des Seniorenbeirats nicht mehr zur Verfügung stand. „Vertrauensvoll”, sei die Zusammenarbeit stets gewesen, Jordans wird sie vermissen. Daneben stand das Jahr im Zeichen der Veränderung von Alsdorfs Schullandschaft. „Ein Dauerbrenner, dass bewegt die Leute”, sagt Jordans. Lob hat es auch gegeben. Etwa für die Verbesserung der Sauberkeit der Stadt.

Lob: Das ist es auch, woran sich Sonja Senster erinnert, wenn sie 2010 Revue passieren lässt. Natürlich erfährt die Sekretärin von Bürgermeister Arno Nelles in Würselen es nicht täglich. „Aber ich erinnere mich an die, die dafür extra im Vorzimmer des Bürgermeisters angerufen haben. Das macht mich stolz”, sagt Senster.

Wenn sie die Themen nennt, die die Würselener im abgelaufenen Jahr bewegt haben, dann sind es im Grunde genommen alle, die die Arbeit der Vereine berühren. „Unsere Bürger sind in 270 Vereinen aktiv, dass sind eine Menge Ehrenamtler”, betont Senster. Welchen Wert diese Menschen für die Stadt haben, lässt sich kaum beziffern. So überrascht nicht, dass sich Senster für die Zukunft wünscht, „dass die beispiellose Vereinsarbeit weiterhin so gelebt wird und dass die Verwaltung trotz finanzieller Einschränkungen in der Lage sein wird, dies bestmöglich zu unterstützen.”

Wer bei Nicole Hambach anruft, der braucht auch Hilfe, meist in Form von Auskünften zu Dingen, denen eine gewisse Komplexität zu eigen ist. Hambach ist Sekretärin des Technischen Dezernenten in Herzogenrath, Rüdiger Staron. Das beherrschende Thema derzeit ist natürlich der Winterdienst, auch bei heißen Diskussionen muss Hambach cool bleiben.

Wenn sie auf 2010 zurückblickt, dann fallen ihr spontan zwei Projekte ein: Die Expansion von „Aixtron” und die Folgenutzung des Vetrotex-Geländes. „Wir hatten gut zu tun”, zieht Hambach Bilanz und schaut voraus: „Mal gucken, was so kommt.”
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