Anpfiff auf dem Kunstrasenplatz in Straß

Von: mabie
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Kampf um den Ball: Die jüngsten Fußballer der Sportvereinigung Straß testeten bei der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Kunstrasenplatzes an der Friedhofstraße ausiebig die Bespielbarkeit. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Eine schnelle Kombination, ein kurzer Pass und zack: Der Ball zappelt im Netz. Auch wenn der Ball sichtlich seine besten Tage hinter sich hat, sind die jüngsten Fußballer von der Sportvereinigung Straß an diesem schönen Maitag bester Dinge.

Denn nicht nur Netz und Tor glänzen neu in der Sonne, auch der Kunstrasenplatz, auf dem die in Rot und Weiß gewandeten Ballartisten spielen, ist ganz neu. Anstelle des früheren Tennenplatzes ist hier seit der Beschlussfassung am 4. Dezember 2012 nicht nur die Zeit ins Land gegangen, es hat sich auch technisch wie optisch viel getan. Und nach einem milden Winter konnten die mit dem offiziellen Spatenstich Mitte Dezember begonnenen Arbeiten schnell abgeschlossen werden.

„Da Planer, bauausführende Firmen und die Sportvereinigung Hand in Hand zusammenarbeiteten, konnte im Zusammenspiel mit der Wetterlage die Bauzeit erfreulicherweise um einige Wochen vermindert werden“, freute sich Bürgermeister Christoph von den Driesch. Die 2400 Quadratmeter neue Spielfläche mit Bundesliga-Qualitäten können nun ganz unabhängig von der Wetterlage ganzjährig bespielt werden.

Die entsprechenden baulichen Veränderungen um den Sportplatz spielten auch mit hinein, so bedürfen die Kunstrasenflächen einer speziellen Pflege. Staubsaugen, um die mit einem Gemisch aus Granulat und Sand bedeckte Spielfläche zu reinigen, ist da keine gute Idee. Vielmehr muss darauf geachtet werden, dass weder Bäume mit ihren Blättern die Fläche erreichen können, noch die absolut plane und entsprechend gut zu entwässernde Fläche sich an einer Stelle hebt oder senkt. Dazu kommt ein Verbot von Stollenschuhen, Noppen- und Nockenschuhe sind hingegen kein Problem.

Richtig abgezogen und gebürstet ist der 530.000 Euro teure Platz so langjährig haltbar und erweitert die Spiel- und Trainingszeiten enorm. Darüber freute sich natürlich auch Gerd Verhoolen, der sich bei der offiziellen Eröffnung nicht nur über reichlich fußballspielende Kinder, sondern auch ein den Wahlzeiten entsprechendem Angebot von Lokalpolitikern gegenübersah. „Wir freuen uns ganz besonders auf dieses Saison, in der sich selbst unsere Bambinis wie die Profis fühlen können“, betonte Verhoolen am Rande der Inbetriebnahme. Vorausgegangen waren allerdings zwingend notwendige Investitionen seitens des Vereins. Denn ohne den Eigenanteil von 75.000 Euro für das Kunstrasenprojekt, wäre das Ganze nicht umsetzbar gewesen. „Aber was lange währt, wird nun endlich gut“, schloss der Chef der Sportvereinigung Straß. „Eine Perspektive für unseren Verein, insbesondere für den Jugendbereich“, sah Maike Frauenrath vom Förderverein der Sportvereinigung Straß in der gelungenen Umsetzung der Spielfläche.

Für die gesamte Platzfläche an der Friedhofstraße wurden alleine Rund 2500 Kubikmeter Bodenmasse bewegt. Der Platz an sich misst rund 10.500 Quadratmeter und die zwingend nötige Entwässerung geschieht über Leitungen mit gut einem Kilometer Gesamtlänge, während für die Herstellung von Wegen und Umrandungen um und entlang der Kunstrasenfläche gut 1500 Quadratmeter Betonsteinpflaster verlegt wurden. Bei entsprechender Pflege und Nutzung entspricht diese moderne Kunstrasenfläche in etwa den Qualitäten eines Naturrasens, bei allerdings deutlich geringeren Pflegekosten.

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