Annapark reif für großes Schulzentrum

Von: Wilfried Rhein
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Platz genug für das neue Schulzentrum der Stadt Alsdorf, sagen die Planer. Bis auf die Stichwege zu Parkflächen verschwindet die Carl-von-Ossietzky-Straße (l.), die von den Klassenräumen für Gymnasium und Realschule überbaut werden soll. Die mächtige Kraftzentrale (r.) würde dann - „Haus in Haus” - gemeinsame Funktionsräume und Verwaltung sowie die Mensa aufnehmen. Im Vordergrund hätte die Sporthalle Platz.

Alsdorf. Die Stadt Alsdorf kann sich auf ein Schulzentrum einrichten. Ein solches soll - in Verbindung mit der im Bau befindlichen Grundschule Annapark - in direkter Nähe der Kraftzentrale Platz finden.

Im Gegensatz zur gescheiterten Lösung eines städtischen Gymnasiums im Langhaus sollen nun die Klassenräume für Realschule und Gymnasium vor dem Denkmalgebäude errichtet werden.

Anlass ist die Weigerung des Regierungspräsidenten, die schon auf Ratsebene beschlossene Sanierung am Standort Ofden zu unterstützen.

Das soll die Stadtverwaltung am 18. Dezember erfahren haben. Über den Grund machen Beteiligte am Verfahren keinen Hehl: eine „energetische Sanierung” sei dort nicht möglich.

Beide Häuser verschlingen im Jahr rund 1,5 Millionen Euro Betriebskosten, etwa die Hälfte davon an Aufwendungen für Heizung.

Hilfe von der Aufsicht

Mit diesem Ergebnis konfrontiert, hatte sich die Alsdorfer CDU in Begleitung der Sozialdemokraten nach Lösungswegen umgesehen.

Unstrittig, dass diese über die Kommunalaufsicht führen müssen. In Kreisdirektor Helmut Etschenberg sei ein verständnisvoller Partner gefunden worden, heißt es, der erfolgreich um Unterstützung bemüht gewesen sei.

Darüber hinaus ist inzwischen auch mit Ministerien geredet worden, inwieweit die Stadt Alsdorf mit ihrem außergewöhnlichen Plan gefördert werden könnte.

Denn das ganze Paket dieses Zentrums weiterführender Schulen wird nach aktueller Kalkulation rund 34 Millionen Euro kosten.

Antrag schon im Rathaus

Die „Nachrichten” erfuhren, dass bereits ein Fraktionsantrag von CDU und SPD im Rathaus behandelt wird. Darin wird gefordert, im Ostzipfel des Annaparks zwei Schulgebäude samt einer Mehrfachsporthalle hochzuziehen.

Auf der Basis des technischen Standards moderner Energiewirtschaft sollen vor der mächtigen Halle nur die Klassenräume gebaut werden. Funktionsräume, gemeinsame Verwaltung und Speiseraum für den Ganztagsbetrieb dagegen sollen in die Kraftzentrale gelegt werden.

Den Ideengebern ist klar, dass der Raumbedarf für das neue Schulzentrum eine Unterbrechung der Carl-von-Ossietzky-Straße erfordert. Die übrig bleibenden Stichwege von der Adenauer-Allee und der Herzogenrather Straße sollen in weiteren Parkplätzen münden.

Dass unter den gegebenen Umständen die Neubauten im Unterhalt preiswerter sind als die Sanierungen an alten Plätzen, soll den betroffenen Schulleitern von Gymnasium und Realschule Ofden mitgeteilt worden sein. Eine Reaktion der Kollegien und Schulpflegschaften steht noch aus.

Wohin mit Barbara-Kapelle?

Überrascht sein wird auch der Bergbaumuseumsverein Grube Anna. Dessen Projekt „Barbara-Kapelle” wird sich geografisch nicht mit dem Schulzentrum vertragen.

Auf der anderer Seite der Allee, nahe beim Wasserturm und neben dem Energeticon, da wäre noch Platz.

Eine Finanzierbarkeitsstudie für das Schulzentrum ist positiv. Allein aus Städtebaumitteln des Landes Nordrhein-Westfalen können rund zwölf Millionen Euro erwartet werden.

Die Abwicklung „Alsdorfer Campus”, so ein Arbeitstitel, will man nach jetziger Überlegung der Stadt-Tochter IGA (Industrie- und Gewerbepark GmbH) übertragen; auch die zweite Immobilien-Tochter GSG (Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft GmbH) würde mit ins Boot geholt. Vermögensübernahmen und der Einsatz stiller Reserven sind diesen kapitalgesellschaften möglich.

Auf der Spur von Geldquellen

Auf Wunsch der Fraktionen soll die Verwaltung am heutigen Donnerstag im Hauptausschuss und am 3. Februar im Stadtrat den Auftrag annehmen, bis zum 31. März entsprechende Fördermöglichkeiten - die im Gespräch avisiert worden sind - zu fixieren.

Ob sich darüber hinaus noch weiteres Geld aus dem Bund/Land-Konjunkturprogramm einsetzen lässt, ist noch offen - aber für die Planer schon ein Ziel.
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