Anna-Roles-Haus erneut mit Eiern beworfen

Von: vm
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Viermal Ziel von Unbekannten: Das Anna-Roles-Haus am Annapark. Der braune Fleck über dem Eingang ist noch zu sehen. Foto: vm

Alsdorf. Anne Schonrath steht vor einem Rätsel. Zum vierten Mal innerhalb eines Monats ist der Eingangsbereich des Anna-Roles-Hauses am Annapark in Alsdorf verschmutzt worden. Dreimal wurden Eier gegen Fassade beziehungsweise die Glastür geworfen, einmal etwas Undefinierbares, das einen hässlichen braunen, zerlaufenen Fleck auf dem weißen Putz hinterlassen hat. Das war am Mittwochmorgen.

„Wir haben das zuerst noch als Streich abgetan, aber nach dem zweiten Mal haben wir dann doch die Polizei verständigt“, sagt die Abteilungsleiterin des Zweigs des Aachener Vinzenz-Heims. Nie seien sie, die Kollegen oder Heimbewohner öffentlich angefeindet worden, niemand sei im Zwist gegangen. „Ob es daran liegt, dass wir eine Behinderteneinrichtung sind oder ob wir zufällig zur Zielscheibe geworden sind – ich weiß es nicht“, sagt Anne Schonrath.

Die Polizei rätselt ebenfalls. Hinweise hat sie noch keine erhalten. Und rein rechtlich steht sie vor einem Problem: Da keine „Substanzverletzung“ stattgefunden hat, liegt weder eine Straftat, noch eine Gefährdung vor. Man könne das vielleicht als „groben Unfug“ bezeichnen, sagt die Pressestelle. Die Polizei vor Ort hat der Heimleitung empfohlen, eine Überwachungskamera zu installieren.

Begonnen hatte die Serie in der Nacht zum 24. September. „Das weiß ich deshalb noch so genau, weil wir an dem Samstag Herbstfest gefeiert haben“, sagt Anne Schonrath. Der Frühdienst habe am blauen Putz die Reste von zwei zerschlagenen Eiern gefunden.

Ein paar Tage später, am Mittwoch, 28. September, zwischen 20 und 20.30 Uhr seien die nächsten Eier geflogen, diesmal gegen die Glas-Schiebetür des Eingangs. Die am nächsten Morgen informierte Polizei sagte zu, öfter in der Gegend Streife zu fahren. Was sie laut Anne Schonrath auch tat.

Am Samstag, 8. Oktober, kam es aber schon zum nächsten Zwischenfall, erneut zwischen 20 und 21 Uhr. Der Spätdienst hatte wieder ein Geräusch gehört und die Spuren von zwei, drei Eiern vorgefunden. Diesmal wurde die Polizei sofort gerufen.

Die Eirückstände hätte man noch entfernen können, aber die Spuren des letzten Wurfs nicht. „Den braunen Fleck müssen wir überstreichen“, sagt die Heimleiterin.

Anne Schonrath fühlt sich rückversetzt in die Zeit kurz nach der Eröffnung. Damals, im Jahr 2003, hatte es auch eine solche Serie gegeben. „Da ist das Gebäude mit Eiern und Tomaten beworfen worden“, erzählt sie. Daraufhin sei man an die Öffentlichkeit herangetreten, habe versucht, das Behindertenheim und seine Arbeit bekannter zu machen. „Wir gehen beispielsweise auch im Rosenmontagszug mit“, sagt die Abteilungsleiterin. Irgendwann hätten die Zwischenfälle dann aufgehört. Ob das mit der „Imagekampagne“ zu tun hatte oder nicht, weiß man nicht.

Anne Schonrath hofft, dass auch jetzt bald wieder Ruhe einkehrt. „Das hat einen faden Beigeschmack, und wir wollen die Bewohner nicht verunsichern.“

Wer sachdienliche Hinweise hat, kann sich an die Polizei wenden: Telefon 0241/957733401.

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