Alsdorf - Anlaufstelle für psychisch Kranke: „Triangel“ bietet Rat in neuen Räumen

Anlaufstelle für psychisch Kranke: „Triangel“ bietet Rat in neuen Räumen

Von: Stefan Schaum
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Neue Räume, gemütliche Atmosphäre: Das Ambiente der „Triangel“ gefällt deren Leiter Alf Oberkoetter, Besucherin Marlene Hodes (Mitte) sowie den Mitarbeiterinnen Louisa Schimanski, Waltraud Schwarz und Christina Neuking-Repas (v.l.). Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Die Küche ist groß – und das ist auch gut so. Gemeinsam kochen, gemeinsam essen: Das sorgt für Gemütlichkeit, schafft Nähe, bringt zueinander.

Als einen Ort, an dem sich psychisch Kranke begegnen und miteinander eine gute Zeit verbringen können, versteht sich die „Triangel“-Beratungsstelle in Alsdorf bereits seit 1992. Doch hat es eine Weile gedauert, bis die räumlichen Bedingungen dem inhaltlichen Anspruch gerecht wurden.

Nach erster Station am Denkmalplatz und langer Zeit in relativ kleinen Räumen an der Rathausstraße ist die „Triangel“ nun in der Luisenpassage zu finden – und somit Teil des großen „ABBBA“-Netzwerks. „Hier ist sie wirklich in der Mitte angekommen, und da gehört sie auch hin“, begrüßte am Mittwoch bei der offiziellen Eröffnung Dr. Wolf Hagemann, Vorsitzender des Trägervereins – dem Förderverein für die Rehabilitation psychisch Kranker und Behinderter – den Ortswechsel.

Gut 120 Quadratmeter kann die „Triangel“ nun nutzen. Genug Platz für die Küche, für Beratungsräume und ein Zimmer, in dem Yoga und anderes möglich ist. Hier werden auch gemeinsame Ausflüge geplant, hier wird munter geplaudert und hier können sich Angehörige psychisch Kranker treffen, sich austauschen und beraten lassen.

Dass die Nutzer des niedrigschwelligen Angebots auf Wunsch anonym bleiben, versteht sich. „Hier führt niemand Listen“, sagt Alf Oberkoetter, der die Triangel als Baustein des Sozialpsychiatrischen Zentrums Eschweiler-Alsdorf-Herzogenrath leitet. Wie viele Besucher es gibt, weiß er auch ohne Liste. Gut 150 Menschen pro Jahr nutzen das Angebot, die meisten kommen mehrfach, viele täglich. Da finden sich Freunde, es geht familiär zu.

Sogar Urlaube werden nicht selten gemeinsam verbracht. Viele Bilder von solchen Reisen gab es am Mittwoch bei der Feierstunde zu sehen. Auch Bürgermeister Alfred Sonders begrüßte den neuen „ABBBA“-Mieter als weiteren Baustein im großen sozialen Netzwerk: „Wir haben hier einen Ort geschaffen, an dem Menschen, die Gutes tun, es gemeinsam tun können.“

Zu den Beratungsangeboten der „Triangel“ – die sich grundsätzlich an Erwachsene richten – gehören auch die Unterstützung bei der Regelung finanzieller Angelegenheiten sowie die Vermittlung zu weiteren Hilfsangeboten. Alle Angebote sind kostenlos. Welche es sind, entscheiden die Besucher selbst. Von Beruhigung bis Bingo ist alles drin – den passenden Platz dafür gibt es nun.

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