Angenehme Reisezeit bei „Air Orchestra”

Von: Lars Odenkirchen
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Engagierte Musiker: Das Orchester des Baesweiler Gymnasiums bot auch beim dreißigsten Konzert beste Unterhaltung. Foto: Lars Odenkirchen

Baesweiler. Eine besondere Idee zum 30-jährigen Jubiläum hatte Orchester des Baesweiler Gymnasiums: „In 30 Jahren um die Welt” war das Jubiläumskonzert betitelt. Problemlos würde man es wohl in dieser Zeit auch zu Fuß um den Globus schaffen - der Unterschied ist aber, dass die Weltumrundung an Bord des zum Flugzeug umgebauten PZs viel besser klingt.

In der „Air Orchestra” fanden also nicht nur zahlreiche Gäste, sondern auch das große Bordorchester Platz.

„In 30 Jahren um die Welt”

„In 30 Jahren um die Welt” bedeutete zwar in erster Linie 30 Jahre Orchestergeschichte, für eine angenehme Reisezeit sorgte aber wieder einmal nicht nur das Orchester selbst. Unter der Regie von Claudia von Helden spielten die Mukis auf, Christina Stangenberg leitete die Juniorband.

Auch der Schulchor, nun ebenfalls unter der Leitung von Claudia von Helden, gab ein kurzes Gastspiel. Einen Überraschungsauftritt legte zudem das Orchester Sym4U hin, in dem sich ehemalige Mitglieder des Schulorchesters zusammen gefunden haben.

Star an Bord der musikalischen Maschine blieb aber dennoch das Sinfonieorchester um Flugkapitän Günter Mänz. Getreu ihrem Motto entführten die Musikerinnen und Musiker ihre Zuhörer nicht nur auf eine Reise um den Globus, sondern auch durch die Geschichte des Orchesters.

„Drei ungarische Tänze” von Farkas, „Palladio” von Jenkins (dirigiert von Wilhelm Merschen), „Finlandia” von Sibelius und der „armenische Tanz” von Reed waren nur einige der Stücke, die im international geprägten Repertoire des „Bordorchesters” zu finden waren.

Durch das Programm führten gekonnt zwei Schülerinnen, die als Stewardessen verkleidet immer einen flotten Spruch zu dem jeweiligen Stück auf den Lippen hatten, so dass keine Langeweile aufkam. Immer wieder drehte sich aber alles um die Zahl 30: Im „Instant Concert” spielte das Orchester in 4 Minuten Schnipsel aus 30 weltberühmten Melodien, zur Melodie von „Marmor, Stein und Eisen bricht” sangen die Musiker ihrem Kapitän dann sogar ein Ständchen, um im für 30 Jahre engagierter Arbeit zu danken.

Gewürdigt wurde aber auch der ehemalige Co-Pilot Manfred Jansen, der von 1982-1995 gemeinsam mit Mänz das Orchester leitete und sich vor allem in der Anfangszeit für die Streichinstrumente zuständig war und diese förderte. Was nicht jeder weiß: Aus der Arbeit der beiden engagierten Lehrer ging am Ende gar die heute wohl bekannte Baesweiler Musikschule hervor.

Bei aller Freude über das tolle Jubiläum gab es von Günter Mänz aber auch einige kritische Töne zu hören, die zum Nachdenken anregen sollten. In Zeiten von Lernstandserhebungen, verkürzter Schulzeit und zentralen Abschlussprüfungen bliebe bei vielen Schülern nicht die Zeit, um auch noch musikalisch zu arbeiten. Dabei gäbe das Orchester allen Beteiligten tolle Momente, „wenn man merkt, wie aus Tönen Musik wird, wenn man besser spielt, als man es eigentlich kann.”

Das, was das Orchester ausmacht, seien nicht die Auftritte, sondern der Weg dahin - und den dürfe man vor lauter zusätzlicher Belastung für die Schülerinnen und Schüler nicht aus den Augen verlieren. Den hohen Stellenwert des Orchesters wusste auch Schulleiterin Irene Jenniches zu schätzen: „Ein Schulleben ohne das Orchester ist nicht denkbar. Orchester und Chor prägen nach außen hin das Bild und das Ansehen der Schule.”

Zu Ende ging der Abend nach mehr als zweieinhalb Stunden Gesamtflugzeit aber natürlich musikalisch - mit Sunrise-Sunset spielte das Orchester als Zugabe das Stück, mit dem es auch begonnen hatte. Allerdings nicht in voller länge - zu hören gab es insgesamt 30 Texte.
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