Angehörige von Demenzkranken unterstützen

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Auf die Betreuung vorbereitet: Elisabeth Hogen (4.v.r.), Leiterin des Häuslichen Betreuungsdienstes hat Ehrenamtler mit dem Themenfeld Demenz vertraut gemacht. Foto: Nachrichten

Alsdorf. Das Thema Demenz wird angesichts des zunehmenden Durchschnittsalters in Deutschland immer bedeutender. Die Pflege und Betreuung Demenzkranker - oft rund um die Uhr - geht nicht selten über die psychischen und körperlichen Grenzen des Pflegenden hinaus.

Um pflegende Angehörige zu entlasten, sind jüngst erneut zehn Freiwillige im Seniorenzentrum St. Anna in Alsdorf auf ihre Aufgabe vorbereitet worden.

Die inhaltlichen Schwerpunkt der 48 Unterrichtseinheiten bildeten Selbsterfahrung, der Erwerb praxisorientierter Fertigkeiten im Hinblick auf psychosoziale Begleitung Demenzkranker und die Entlastung und Begleitung der Angehörigen.

Auch Gesprächsführung, Kenntnisse der Krankheitsbilder sowie Kommunikationsformen im Umgang mit Demenzkranken waren Themen.

Seit März 2007 existiert der Häusliche Betreuungsdienst in St. Anna. Zwölf im Jahr 2006 ausgebildete Betreuerinnen sind bereits im Einsatz.

Sie unterstützen derzeit 14 Familien, um dort Angehörigen Freiräume und damit Lebensqualität zu ermöglichen. Nach und nach sind pflegenden Angehörigen lieb gewordene Gewohnheiten nämlich nur noch schwer möglich.

Banale Dinge wie der Einkauf, Arzt- und Friseurbesuche werden zum Problem, denn im Hinterkopf ist die Sorge: „ Was passiert, während ich unterwegs bin?”

Die freiwilligen Helfer erleben täglich die Dankbarkeit der Angehörigen, werten die Demenzkranken auf und geben ihnen das Gefühl, sicher zu sein und angenommen zu werden. Die Betreuer sind in der Regel zwei bis drei Stunden pro Woche im häuslichen Bereich tätig.

„Die Angehörigen tun sich oft schwer damit, Hilfe überhaupt anzunehmen”, sagt Elisabeth Hogen, Leiterin des Sozialdienstes in St. Anna und Koordinatorin für den Häuslichen Betreuungsdienst. „Mittlerweile hat es sich aber im Nordkreis herumgesprochen, dass es Hilfe gibt und wie wohltuend es ist, einmal Zeit nur für sich zu haben und die Sorge um Vater, Mutter oder Ehepartner für einen kurzen Moment zurückzulassen.”

Unter gewissen Voraussetzungen gewähren die Pflegekassen einen monatlichen Zuschuss von 100 oder 200 Euro für die Betreuung Demenzkranker.

Mehr Informationen zu dem Betreuungsdienst gibt es unter 02404/9877-430.
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