Angebote für Flüchtlinge sollen Alltag erleichtern

Von: fs
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Abwechslung: Heinz Brendt (l.) und Paul Alt (r.) überreichen Bürgermeister Christoph von den Driesch einen Fernseher für die Notunterkunft.
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Setzen sich gerne für Menschen in Not ein: die Ehrenamtlichen aus St. Willibrord. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Um den Alltag in der Flüchtlings-Notunterkunft an der Waidmühl abwechslungsreicher zu gestalten, haben die Heimatfreunde Noppenberg im Kapellchen Spenden gesammelt und einen LCD-Fernseher gekauft. Die Anschaffung war mit dem Bereich Soziales im Rathaus abgestimmt worden. Paul Alt und Heinz Brendt von den Heimatfreunden überreichten das Gerät Bürgermeister Christoph von den Driesch.

In Kürze können die Flüchtlinge via Satellit dann auch Programme in ihrer Heimatsprache empfangen. Heinz Brendt: „Im Zweiten Weltkrieg war ich selbst Flüchtling, und ich weiß, wie man sich in einer solchen Situation fühlt. Deshalb finde ich es wichtig, jetzt auch aktiv zu helfen.“

Bürgermeister von den Driesch: „Die Situation vor Ort ist entspannt. Vor kurzem wurde ich von einem Anwohner gefragt, wann denn die Flüchtlinge eintreffen würden? Dabei waren sie schon seit einigen Tagen in der Unterkunft. Die spontane Hilfe vieler Bürgerinnen und Bürger ist fantastisch. Allen Menschen, die so bereitwillig gespendet haben, möchte ich ganz herzlichen Dank für die tolle Unterstützung aussprechen. Diese Unterstützung steht für den ausgeprägten Gemeinschaftssinn in unserer Stadt.“

Wegen der Vielzahl der Spenden können das Gebrauchtwarenkaufhaus „Patchwork“ und die Kleiderstube der Diakonie in Merkstein derzeit keine Bekleidung mehr entgegen nehmen. Für die Organisation von Freizeitangeboten wird weiter persönliches Engagement und gezielte Hilfe benötigt. Wer sich engagieren möchte, kann sich über die Hotline Telefon 02406/83-448 oder E-Mail fluechtlingshilfe@herzogenrath.de abstimmen.

Oder Geld auf das Konto der Stadt überweisen: Betreff „Flüchtlingshilfe“, Sparkasse Aachen, Konto-Nr. 1650886, BLZ 39050000, IBAN: DE57 3905 0000 00016508 86, BIC: AACSDE33 (falls Spendenquittung gewünscht, Name und Anschrift angeben).

120 Gäste bewirtet

Auch die Kirchengemeinde St. Willibrord engagiert sich seit der Erstinformation zur Flüchtlingsunterkunft. Jetzt waren die Menschen zum Kaffeetreff in den Bürgerhof geladen. Rund 120 Gäste wurden von einem 25-köpfigen Team empfangen. Kuchen und Getränke wurden aus der Gemeinde gespendet, der Wirt stellte seinen Saal zur Verfügung. Ehrenamtliche jeden Alters sind bereit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. „Wir möchten zeigen, dass Menschen in Not bei uns willkommen sind“, sagt Karin Franken, Verwaltungskoordinatorin in St. Willibrord.

„Es wird noch weitere Angebote geben: Wir laden demnächst zum Puppenspiel ein, ein kleines kulturelles Angebot für Kinder und Eltern. Außerdem überlegen wir, unsere Kirche als Gebetsraum an bestimmten Tagen zu öffnen.“ Franken legt großen Wert darauf, dass alle Angebote mit der Stadtverwaltung abgestimmt sind.

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