„An der Königsgrube” wird aus Brache ein Neubaugebiet

Von: ehg
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Auf dem Gelände zwischen Mors
Auf dem Gelände zwischen Morsbacher Straße bis hin zur Krefelder Straße hat der Bauausschuss grünes Licht für seine Bebauung gegeben. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Das noch brachliegende Areal zwischen Morsbacher Straße, An der Königsgrube und Krefelder Straße soll nun doch bebaut werden. Die Deutsche Reihenhaus AG aus Köln hat dazu die Aufstellung eines Bebauungsplanes beantragt.

Sobald der Kaufvertrag zwischen ihr und der Stadt Würselen unterzeichnet ist, wird „im beschleunigten Verfahren” ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden, weil der bestehende nicht zu realisieren war. Dazu gab der Ausschuss für Stadtentwicklung in seiner Sitzung einstimmig grünes Licht.

Das Vorhaben der Deutschen Reinhaus AG umfasst die Errichtung von 35 Wohneinheiten in Form von Reihenhäusern, 14 mit 141 Quadratmetern Wohnfläche, elf mit 116 und zehn mit 81 Quadratmetern, in sieben Hausgruppen. Pflege und Instandhaltung der privaten Erschließungs- und Pkw-Abstellflächen bleiben in der Hand der Eigentümer-Gesellschaft, so dass keine Investitions- und Folgekosten für die öffentliche Hand entstehen. Ihr obliegt auch die Verkehrssicherungspflicht. Eine private Grünfläche soll im Sinne eines Gemeinschaftsplatzes für die künftigen Bewohner der Wohnanlage entstehen. Die Pflege der Gemeinschaftsflächen wird von einem eingesetzten Hausverwalter wahr genommen. Des Weiteren sieht das Konzept die Errichtung von zwei gemeinschaftlich genutzten Abfallsammelplätzen vor. Somit wird das Abstellen von Tonnen im Bereich des Vorgartens vermieden. Auch hierdurch soll ein Beitrag zur Steigerung der Attraktivität und zu einem positiven äußeren Erscheinungsbild des geplanten Baugebietes geleistet werden.

Harmonisches Gesamtbild

Bewusst hat die Deutsche Reihenhaus AG auf eine Unterkellerung verzichtet, was sich als kostensparender Vorteil erweist, ohne die Qualität der Häuser zu mindern. Durch Abstellräume, einen Spitzenboden oder die Möglichkeit, ein Gartenhaus aufzustellen, werden ausreichend Lager- und Abstellflächen garantiert. Um ein harmonisches Gesamtbild zu erzielen, werden sowohl Gebäudehöhe wie auch Dachform, -farbe und -neigung einheitlich ausgestaltet. Garagen werden mit Flachdächern ausgeführt.

Das gesamte Areal wird über eine private Straße von der südwestlich gelegenen Morsbacher Straße erschlossen. Sie schließt im Plangebiet mit einem Wendeplatz und zwei Stichstraßen ab. Der bisher nicht befestigte Wirtschaftsweg an seinem Nordrand, der an die Krefelder Straße anschließt, kann zum Fuß- und Radweg ausgebaut werden.

Innerhalb des Baugebietes wird mit 38 vorgesehenen Stellplätzen und Garagen mindestens ein einfacher Stellplatznachweis erbracht. Um die Inanspruchnahme von Grund und Boden zu vermindern, sind sie entlang den privaten Stichstraßen vorgesehen. Durch die Anordnung der Garagen an der östlichen Grundstücksgrenze wird das Plangebiet von der benachbarten Tankstelle städtebaulich abgegrenzt. Schützenswerte Bäume, die die Realisierung des Bauvorhabens nicht beeinträchtigen, werden erhalten. Für möglicherweise zu fällende Bäume werden Ersatzpflanzungen innerhalb des Plangebiets vorgenommen. Entwässert wird es über einen Anschluss an den Mischwasserkanal an der Morsbacher Straße. Dazu ist eine Hebeanlage erforderlich. Die Wärmeversorgung der Wohnanlage erfolgt über ein gemeinsames Blockheizkraftwerk. Bei produziertem Überschuss wird der Storm in das öffentliche Stromnetz eingespeist, bei Unterversorgung wird zugekauft. Die Verteilung innerhalb der Siedlung wird durch ein eigen konzipiertes Nahwärme- und Stromverteilernetz zu den einzelnen Wohngebäuden gewährleistet.
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