Alsdorf - Amtsinhaber Sonders wird wieder SPD-Bürgermeisterkandidat

Amtsinhaber Sonders wird wieder SPD-Bürgermeisterkandidat

Von: Karl Stüber
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Gerade hat die SPD Alsdorf Alfred Sonders zum zweiten Mal als Bürgermeisterkandidaten aufgestellt: Der ehemalige Landtagsabgeordnete Hans Vorpeil (r.) gehört zu den ersten Gratulanten. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Namentlich finden die politischen Gegner der SPD in Alsdorf praktisch keine Erwähnung. Weder bei der Stadtverbandsdelegiertenkonferenz in den Seminarräumen der Stadthalle, bei der es um die Verabschiedung des Wahlprogramms für die Kommunalwahl am 25. Mai geht, noch bei der sich direkt anschließenden Delegiertenkonferenz, bei der Alfred Sonders von der Partei mit 42 Ja-Stimmen (bei 44 Stimmberechtigten werden offenbar „nur“ 42 Voten abgegeben) einstimmig zum zweiten Mal als Bürgermeisterkandidat aufgestellt wird.

Vielmehr ist an diesem Sonntagvormittag die Rede davon, keine „Schlacht“ führen zu wollen wie das andere ankündigen. Sonders, der extra seine Amtszeit verkürzt hat, um gemeinsam mit seinen Genossen den Kommunalwahlkampf zu führen, schwört die Partei hemdsärmlig in einer gut 45-minütigen Rede auf einen sachbezogenen, einen ganz auf Alsdorf bezogenen Wahlkampf ein: „Wir pinkeln keinen anderen an, wir werben für unsere Politik und unsere Vorstellungen von der Zukunft unserer Stadt.“

Viel spricht auch Parteichef Hans-Peter Thelen über den Gleichklang von Partei, Fraktion und Bürgermeister. Die Formulierung „gemeinsam mit Bürgermeister Alfred Sonders“ kommt mehrfach im Wahlprogramm vor, das auf Anregung aus Reihen der SPD-Mitglieder inhaltlich noch um den Aspekt Klimawandel bzw. -schutz und die Mitverantwortung auch der Kommune in dieser Problematik erweitert wird. Ansonsten ist viel die Rede von weiteren Schritten ganz im Sinne des Arbeitsprogramms „Zukunft Alsdorf 2020“.

So ist denn auch das Wahlprogramm von Alfred Sonders eine vertiefende Spiegelung der Vorstellungen der Partei. Trotz aller Erfolge bei der Stadtentwicklung gibt es noch reichlich zu tun, so der Kandidat. So haben sich SPD und Sonders die Sanierung weiterer Straßen auf die Fahnen geschrieben. Den „tollen Siedlungen, die Alsdorf so lebenswert machen“, will man in den kommenden Jahren volle Aufmerksamkeit zukommen lassen, zugleich aber auch im Rahmen des Projekts „Attraktive City“ die „Innenstadt als Ort für Dienstleistung, Kultur und Einkaufserlebnis mit hohem Aufenthaltswert stärken“. Erste Skizzen dazu wird ein studentischer Ideenwettbewerb liefern. „Investoren sind reichlich vorhanden“, ist der Kandidat sicher.

Auf der Agenda stehen der systematische Ausbau der Breitbandverkabelung, die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs genauso wie Baumkataster, Radwegekonzept und der Sportstättenentwicklungsplan. „Ich bin für den Erhalt unserer acht Grundschulen und aller weiterführenden Schulangebote in den Bereichen Altgemeinde Hoengen und der alten Stadt Alsdorf gleichermaßen“, sagt Sonders.

Wenn das Kultur- und Bildungszentrum erst einmal fertiggestellt ist, „verfügen wir in der Innenstadt über einen kleinen Bildungscampus mit Familienzentrum, Grundschule, Realschule, Gymnasium und dem Energeticon als außerschulischer Lernort. Das hat keine andere Stadt in der Region zu bieten. Die Schulstadt Alsdorf wird zur Bildungsstadt.“ Die städtische Wirtschaftsförderung will Sonders durch Besetzung einer Verwaltungsstelle, die „im Stellenplan lange Jahre geschlummert hat“, noch effektiver gestalten.

Bei allen Aktivitäten, die Stadt Alsdorf weiter zu entwickeln, will das Aushängeschild der SPD die Bürger weiterhin zu Diskussion und Mitarbeit einladen. „Wir haben uns gemeinsam eine neue Identität geschaffen, die es zu festigen und weiter zu entwickeln gilt – zum ‚neuen Alsdorf‘.“

„Liebenswürdige Stadt“

Dass die ehemalige Bergbaustadt dank des Einsatzes der Genossen auf diesem Weg schon sehr weit gekommen ist, findet Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers aus Würselen: „Alsdorf ist eine liebenswürdige und lebenswürdige Stadt.“ Unterbezirksvorsitzender Martin Peters (Stolberg) will zu weiteren Taten motivieren: „Die SPD ist stolz auf den Stadtverband Alsdorf.“ Und auch die Kandidatin für das Amt des Städteregionsrats, Christiane Karl, verneigt sich vor den Parteifreunden: „Alfred ist Alsdorf und Alsdorf ist Alfred. Alsdorf ist unter Alfred richtig aufgeblüht.“

Amtsinhaber Sonders warnt jedoch vor der Haltung, seine Wiederwahl sei so gut wie sicher. Immer wieder höre er von Alsdorfern den Satz: „Du brauchst dir doch keine Sorgen zu machen für deine Wiederwahl!“ Sonders sieht die Gefahr, dass deshalb der eine oder andere erst gar nicht seine Stimme abgibt: „Die Stimmung für uns ist gut – aber Stimmungen sind noch keine Stimmen!“ Zumal Sonders eine verlässliche Mehrheit im Rat benötigt, „um Alsdorf weiter voran zu bringen“, wofür er kämpfe. „Wir müssen kräftig mobilisieren“, appelliert er an seine Leute.

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