Am Ginsterberg: Anwohner fürchten sich vor Lärm und Verkehr

Von: mas
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Hinter dem Spielplatz an der Osterfeldstraße beginnt das neue Baugebiet „Am Ginsterberg“. Die ersten Aktivitäten könnten dort im Herbst starten. Foto: Markus Bienwald
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Der vorstellende Planer Uwe Schnuis versicherte unter anderem, dass der alte Baum am Spielplatz erhalten bleibt. Foto: Markus Bienwald

Alsdorf. Die „Siedler“ sind kooperative Menschen. Dieser Eindruck durfte aus der Bürgerversammlung mitgenommen werden. Die Stadt Alsdorf stellte den Bürgern den Bebauungsplan „Am Ginsterberg“ vor. Nach 25 Minuten wurde die Veranstaltung in der Grundschule an der Grabenstraße schon wieder geschlossen.

Nicht aus Interessenlosigkeit. Es war alles gesagt. Mit einigen pfeffernden Anmerkungen von Anwohnern.

Zuvor hatte Renate Schaal, Fachgebietsleiterin Bauleitplanung der Stadt Alsdorf, die von etwa 30 Bürgern besuchte Zusammenkunft eröffnet. Die Details des Bebauungsplanes stellte Architekt Uwe Schnuis (Aachen) vor.

Das Plangebiet befindet sich östlich der Broicher Siedlung Im Süden und im Südosten grenzt es an die Wohnbebauung „Am Ginsterberg“ und im Westen an einen (gut ausgebauten) Wirtschaftsweg, der parallel zur Osterfeldstraße verläuft. Zudem grenzt das Plangebiet an den Kinderspielplatz. Im Norden und Nordosten wird die Gebietsgrenze entlang der ehemaligen Kiesgrube geführt, die heute als landwirtschaftliche Nutzfläche dient. Das geplante Baugebiet misst etwa 1,4 Hektar.

Der Stadt liegen viele Bauanfragen vor. So sollen „in attraktiver Lage“ Wohngrundstücke angeboten werden, die insbesondere der Eigentumsbildung von jungen Familien dienen sollen. Gleichzeitig werden Wohnungen für Senioren und Generationen übergreifendes Wohnen angeboten. Damit soll Bewohnern der Siedlung die Möglichkeit gegeben werden, im Falle der Aufgabe ihrer Häuser dennoch innerhalb der Siedlung bleiben zu können.

Entstehen sollen etwa 20 Einfamilienhäuser sowie einige Doppelhäuser und Mehrfamilienhäuser, die dem Seniorenwohnen zugeführt werden sollen. Erschlossen wird das Baugebiet durch eine Stichstraße vom „Ginsterberg“ aus. Die Fragen der Bürger rankten sich beispielsweise um die „Qualität“ des zu erwartenden Baulärms.

Welche Auswirkungen dieser haben wird, vermochte Renate Schaal nicht zu beantworten. Auch Fragen zu Beschädigungen der vorhandenen Straßen durch Baufahrzeuge waren schwer zu beantworten. Die Anfahrten werden die Investoren (Renate Schaal: „Es gibt einige Interessenten“) festlegen

In diesem Zusammenhang äußerten Mütter auch Angst vor Unfällen, die ihre Kinder betreffen könnten. Die Sorge, dass Oberflächenwasser nicht abfließen könne, nahm Renate Schaal den Fragenden ab. Dazu werde jedoch ein Stauraumkanal angelegt.

Wann denn mit den Bauarbeiten begonnen werde? „Wenn keine größeren Probleme kommen, könnten wir im Herbst oder im nächsten Frühjahr beginnen“, antwortete die Fachbereichsleiterin. Der Autoverkehr werde im neuen Baugebiet „kaum spürbar“ sein, sind die Vertreter der Stadt sicher. Das sehen die Anwohner allerdings anders. In diesem Zusammenhang äußerte sich Anne Grümmer über den Wirtschaftsweg, der bis Mariadorf führt. „Das ist die schönste Rennbahn des Lebens“, merkte die Bürgerin ironisch an. Mehrere Bürger hatten sich darüber aufgeregt, dass dieser Wirtschaftsweg als Rennstätte für Pkw missbraucht wird. Der große Ärger der Anwohner: „Hier tut keiner was!“

Der Bebauungsplan liegt nun bis zum 18. Juli im Alsdorfer Rathaus aus und kann dort eingesehen werden. Danach wird er mit allen Anregungen und Anmerkungen den Fachausschüssen und dem Stadtrat erneut vorgelegt.

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