Herzogenrath/Würselen - Am Dienstag nach Pfingsten geht der Umbau der L223 los

Am Dienstag nach Pfingsten geht der Umbau der L223 los

Von: Beatrix Oprée
Letzte Aktualisierung:
16831062.jpg
Im Hintergrund rauscht der Verkehr vorbei: Zum Spaten gegriffen haben (v.l.) Klaus Kubiza, Horst Schwan und Alfred Lange von der Bürgerinitiative (während Mitstreiter Johann Kwiecinski alles dokumentierte), Bürgermeister Christoph von den Driesch (CDU/Herzogenrath), Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU), Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers (SPD), Bürgermeister Arno Nelles (SPD/Würselen), Gerhard Decker von Straßen.NRW und Ex-Landtagsmitglied Hendrik Schmitz (CDU). Collage: Thomas Heinen/Foto: Oprée/Quelle: mapz.com

Herzogenrath/Würselen. Alfred Lange ist glücklich. Mit seinen Mitstreitern von der Bürgerinitiative ist er schon erheblich vor der Zeit vorgefahren, den Spatenstich zum Umbau der Landesstraße 223 zwischen Birk und Herzogenrath möchten sie auf keinen Fall verpassen. „20 Jahre haben wir dafür gekämpft, können Sie sich das vorstellen?“, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Dabei haben wir schon viele Minister erlebt!“ Jetzt haben sie eine offizielle Einladung bekommen, um neben NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) selbst mit zum Spaten zu greifen. Und letzteren, mit einem goldenen Aufkleber und der Aufschrift „1. Spatenstich – 15. Mai 2018 – L 223 Ausbau Birk-Herzogenrath“ versehen, dürfen sie sogar behalten. Für die Vitrine mit der Dokumentation zum Thema.

„Wir freuen uns immer, Leute kennenzulernen, die uns in Sachen Straßenbau unterstützen“, attestiert ihm Gerhard Decker, Leiter der Regionalniederlassung Ville-Eifel des Straßenbaulastträgers Straßen.NRW, später in seiner kurzen Ansprache. Er erinnert daran, dass es ursprünglich mal, im Jahr 2005, einen Planungsauftrag für den Umbau der L 223 an die damalige Niederlassung Aachen gegeben habe. 2011 habe man dann den Beschluss gehabt, auf den Klagen folgten, „und das Gericht hat sechs Jahre gebraucht“.

„Wir können noch viel länger“, verweist der gut gelaunte Verkehrsminister daraufhin auf die drei Spatenstiche, die er in seiner Amtszeit bislang vollzogen habe, allesamt für Projekte, die „nicht in seiner Lebenszeit“ begonnen worden seien, „und ich bin 42!“ Eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur sei nicht nur im Sinne der Wirtschaft, sondern auch eine Frage von Teilhabe und persönlicher Freiheit, konstatiert er mit Dank an alle, die für das Großprojekt L 223 Grund und Boden zur Verfügung gestellt haben.

Froh zu sein, dass jetzt zur Tat geschritten werde, erklärt auch Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch, der sich an die Anfänge des Ganzen in seiner Zeit als Beigeordneter 2004 erinnerte. Die zentrale Achse Herzogenraths Richtung Autobahnnetz werde nun ausgebaut, gleichzeitig Niederbardenberg entlastet und Lärmschutzmaßnahmen getroffen: „Ich bin sicher, das wird gut!“ Sein Amtskollege Arno Nelles aus Würselen betont, als Stadt bereits Anfang der 2000er Jahre mit dem Ausbau der L 223 Richtung Merzbrück „in Vorleistung“ gegangen zu sein. Und dass es einst der SPD-Landtagsabgeordnete Hans Vorpeil gewesen sei, der das derzeitige Projekt mit den Niederbardenbergern angeschoben habe: Jetzt werde es unter CDU-Ägide umgesetzt. „Dadurch wird die Straße nicht schlechter“, kommentierte der Verkehrsminister augenzwinkernd, bevor der erste Spatenstich gleich zehnmal vollzogen wird.

Dienstag nach Pfingsten geht es los, „morgens um 8“, wie Arnd Meyer, Projektleiter Bau der Regionalniederlassung Ville-Eifel, auf Nachfrage klarstellt. Die Pfingstferien werden genutzt, um an der Bardenberger Straße den ersten Kreisverkehr anzulegen. Gesperrt werde dazu nur die Zufahrt zum Schulzentrum. Spätestens drei Wochen später wird die K 1 zwecks Kreisverkehrbau abgebunden. Die Städteregion nutzt die Gelegenheit, um Sanierungsmaßnahmen auf der Kreisstraße vornehmen zu lassen. Die L 223 selbst wird ab Sommer, mit Baubeginn des Nordabschnitts, gesperrt.

Noch einige Eckdaten für die 3,8 Kilometer lange und 8,8 Millionen Euro teure Trasse: Erdarbeiten – 67.000 Kubikmeter, Betonrohrleitungen – rund 2200 Meter, Frostschutzschicht – rund 23.500 Kubikmeter, Asphaltbefestigungen – rund 55.000 Quadratmeter.

 

Die Homepage wurde aktualisiert