Altes Schulgebäude soll nun doch einem Neubau weichen

Von: Georg Pinzek
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Asylbewerber Jülicher Straße
Hat als städtische Unterkunft für Asylbewerber endgültig ausgedient: Das alte VHS-Gebäude an der Jülicher Straße soll im kommenden Jahr abgerissen werden. Ein Neubau wird geplant. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Das ehemalige VHS-Gebäude an der Jülicher Straße in Broichweiden, das bis vor Kurzem als Asylbewerber-Unterkunft diente, soll nun doch abgerissen werden. Zunächst hatte sich eine Arbeitsgruppe, an der neben Mitgliedern des Sozialausschusses auch Vertreter des Freundeskreises Jülicher Straße 24, des Integrationsrats und der Verwaltung beteiligt sind, für eine Sanierung ausgesprochen.

Platz für 20 Asylbewerber sollte in der maroden Ex-Schule geschaffen werden. Für weitere 20 Personen sollte Wohnraum in Mobilbauweise geschaffen werden. Die Sanierung der Unterkunft hätte nach ersten Berechnungen rund 600.000 Euro gekostet.

„Das hätte uns jedoch nicht viel weiter gebracht“, bestätigte Technischer Beigeordneter Till von Hoegen auf Anfrage die neuen Überlegungen. Wohnraum für Asylbewerber ist in Würselen bekanntlich knapp. Von rund 125 Personen leben 55 in städtischen Unterkünften und 70 in Privatwohnungen. Ende September waren die letzten Asylbewerber aus dem Gebäude an der Jülicher Straße ausgezogen, weil es in einem unbewohnbaren Zustand ist. Die Betroffenen wurden teils in Immobilien der Stadtentwicklungsgesellschaft an der Kaiserstraße untergebracht.

Wenn die Singer-Höfe realisiert werden, müssen diese Häuser jedoch weichen. In den Haushalt 2014 seien, so von Hoegen, rund 1,2 Millionen Euro für Abriss und Neubau der Unterkunft in Broichweiden eingestellt worden. Denkbar sei ein Neubau näher an der Jülicher Straße, die Unterkünfte in Mobilbauweise  könnten dann im rückwärtigen Bereich realisiert werden.

Die Grünen haben sich indes im Rathaus dafür ausgesprochen, den Neubau für 40 Wohneinheiten zu konzipieren: Anka Erdweg und Chrsitoph Simon verwiesen darauf, dass die Stadt monatlich im Schnitt weitere Flüchtlingen zugewiesen bekomme. Mit Blick auf Krisengebiete werde der Flüchtlingsstrom eher anschwellen.

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