Alsdorf - Altersarmut den „Stinkefinger“ zeigen

Altersarmut den „Stinkefinger“ zeigen

Von: nt
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Die Schüler des Berufskollegs für Technik und Gestaltung möchten mit ihren Werken auf das Thema Armut im Alter hinweisen: Christoph Köhler, Luisa Meyer und Katrin Reimann (v.l.) stellten bei der Ausstellungseröffnung die einzelnen Werke vor. Foto: Nadine Tocay

Alsdorf. Im jungen Alter über die Rente nachdenken: Das tun die wenigsten. Dabei drängt sich gerade in Zeiten des demografischen Wandels das Thema „Altersarmut“ immer weiter in den Vordergrund. 75 Schüler der Mittel- und Oberstufe des Berufskollegs für Technik und Gestaltung der Städteregion konzipierten und gestalteten nun eine Kunstausstellung mit dem Namen „Altersarmut – Nein Danke“, die dieses Thema in den Fokus setzt.

Die Idee dazu kam von dem Gleichstellungsbüro der Stadt Aachen. Unter dem Motto „Alt, reich und glücklich“ arbeiteten die angehenden gestaltungstechnischen Assistenten ein halbes Jahr an ihren Werken. Sie malten Comics, kreierten Postkarten und entwarfen Zeichnungen.

„Es ist wichtig, junge Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Und wer könnte das besser als junge Menschen selbst?!“, erklärt Jana Blaney, Leiterin der VHS Nordkreis Aachen. Sie war es, die die Wanderausstellung nach Alsdorf in die Räume der VHS holte.

Bei der Eröffnungsfeier stellten drei Schüler die Werke der Ausstellung einzeln vor. Darunter waren ein Comic, der eine Oma zeigt, die von ihrem Enkel ein Taschengeld zugesteckt bekommt, Postkarten mit mahnenden Aufschriften à la „Die Rente sinkt, Altersarmut steigt!“ und Fotos, die ältere Menschen beim Sammeln von Pfandflaschen zeigen.

Bürgermeister Alfred Sonders sprach das Grußwort und lobte die Ideen der Schüler: „Es ist frisch, frech und provokativ – jedoch auch durch und durch humorvoll“, zeigte er sich begeistert. Auch wenn man als junger Mensch Karriereplanung und Familiengründung im Kopf habe, und Altersvorsorge nicht das attraktivste Thema sei, sei es wichtig, dass man sich damit beschäftige, mahnte er.

Die Ausstellung wird in den kommenden Wochen unter anderem auch in Gelsenkirchen und Berlin gastieren. Sie kann von Schulen und Institutionen ausgeliehen werden. Für weitere Informationen steht das Gleichstellungsbüro der Stadt Aachen unter Telefon 0241/4327313 oder per E-Mail, gsb@mail.aachen.de, zur Verfügung.

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