Altenheim St. Josef in Busch baut aus

Von: Andrea Thomas
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Die gemeinsamen Pläne nehmen Gestalt an. Pfarrer Konrad Dreßen, Architekt Alfred Feuser, Franz Brandt (Kuratorium), Heimleiter Heinz-Jürgen Kaußen sowie Karl-Heinz Möller (Kuratorium) sind zufrieden mit dem Ergebnis, das jetzt mit dem Richtfest sichtbar wurde. Foto: Andrea Thomas

Alsdorf. In einem Teil des Dachgeschosses schaut man noch direkt zwischen den Balken in den Himmel über die Siedlung Busch. Der andere Teil ist schon etwas weiter. Hier kann man bereits erahnen, wie das neue Dachgeschoss des Altenheims St. Josefhaus einmal aussehen wird.

Zwölf neue Einzelzimmer entstehen hier, vier weitere in einem Überbau der Terrasse im Erdgeschoss. Kosten des Umbaus: rund zwei Millionen Euro inklusive der Einrichtung.

Nicht ganz billig, aber nötig. „Damit kommen wir den Vorgaben des Landespflegegesetz nach, die einen höheren Einzelzimmeranteil vorschreiben”, erläuterte Heimleiter Heinz-Jürgen Kaußen beim Richtfest für den zweiten Bauabschnitt.

Altes Dach aufgeklappt

Gemeinsam mit dem Architekten Alfred Feuser, dem Landschaftsverband Rheinland und den beteiligten Sozialämtern haben Heimleitung, Träger und Kuratorium viele Möglichkeiten durchgeplant.

„Das Dachgeschoss auszubauen bot sich an”, sagt Alfred Feuser. Bislang sei es nur als Abstellraum genutzt worden. Um eine entsprechende Höhe zu schaffen, ist das alte Dach aufgeklappt, die Neigung steiler angesetzt worden.

So sind 750 Quadratmeter Nutzfläche entstanden. Damit die Arbeiten zügig und mit wenig Belastungen für die Bewohner ablaufen, wurde in zwei Bauabschnitten gearbeitet.

Der erste Teil des Daches wurde Mitte Oktober abgerissen, der zweite Teil Ende November. Trotz des Wintereinbruchs sei man noch im Zeitplan, so der zufriedene Architekt. „Wenn es weiter so gut läuft, sind wir im Juli fertig.”

Sein Dank als Bauherr galt den Handwerkern: „Wir haben einiges geschafft. Es entsteht ein mächtiges Dach, das beschützt und unter dem bald Leben herrschen wird.”

Ein besonderer Dank galt auch den 72 Bewohnern, die den Umbau „ertragen und mittragen”. Dem schloss sich Heinz-Jürgen Kaußen an: „Wir bauen für die Zukunft, der Baulärm ist daher Zukunftsmusik.”

Quote schon früh erfüllt

Die Quote von 80 Prozent Einzelzimmeranteil müssen die Einrichtungen erst zum Jahr 2018 erfüllen. Dennoch habe es Sinn gemacht, bereits jetzt den Umbau zu wagen.

„Wir wollen so auch die Arbeitsplätze unseres Pflegepersonals sichern”, erklärt Heimleiter Kaußen, die Zeiten wandeln sich, die Nachfrage vor allem nach Einzelzimmern steigt.

Da gelte es „konkurrenzfähig zu bleiben”. Die 16 neuen Zimmer sind fast alle vergeben; es gibt eine externe Warteliste.

Lebensqualität schaffen und erhalten war oberstes Ziel des Umbaus. Das griff auch Zimmermann Martin Knoben in seinem Richtspruch auf. Wenn man nicht mehr so fit wie in Jugendjahren sei, so suche man „bei Gleichgesinnten Gesellschaft und ein Heim mit Sonnenschein”. Dazu, so der Meister seines Fachs, sei dieses Haus erbaut.
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