Baesweiler - Alte Scheune ist für Bücherfreunde eine echte Fundgrube

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Alte Scheune ist für Bücherfreunde eine echte Fundgrube

Von: dk
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Für Anna Lena Hoffmann (links) und ihre Freundin Julia Winterscheidt ist die Bücherbörse in Baesweiler eine lukrative Angelegenheit. Foto: (dk)
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Auch an den anderen Ständen sind die Händler mit dem Umsatz recht zufrieden. Foto: (dk)

Baesweiler. Der freudige Kommentar ist trotz des Stimmengewirrs nicht zu überhören. „Guck mal, Fischstäbchen!“, ruft ein begeisterter Steppke durch die Reihen. „Und endlich mal ohne Spinat“, ergänzt sein jüngerer Bruder. Eine fünfköpfige Familie hat ein Kochbuch aus einem riesigen Stapel an Büchern herausgefischt und sofort nach gangbaren Rezepten durchstöbert.

Natürlich wird das spinatfreie Werk sofort gekauft. Wenn man damit schon mal den Geschmack (fast) der ganzen Familie trifft. Die Bücherbörse Baesweiler brummt. So wie in den vergangenen Jahren auch.

Man ist noch gar nicht ganz rund zwischen den 40 Ausstellungsständen, da „fällt“ man schon über die Angebote der beiden Gymnasiastinnen Anna Lena Hoffmann (13) und Julia Winterscheidt (11). Die beiden Übacherinnen machen gute Geschäfte. „Vor allen Dingen Fußballbücher“ hat Anna Lena unters (männliche) Volk gebracht. Und die beiden Jung-Verkäuferinnen sehr zufrieden gemacht.

Julia schafft sich ihre persönliche Win-Win-Situation. „Ich gehe mir von dem Geld gleich neue Bücher kaufen“, ist sie schwups selbst zur Käuferin geworden. Mit sehr viel Liebe hat Regine Pick-Weinhold ihre DVD’s („Der kleine Eisbär“, „Felix“), CDs und kleine Stofftierchen sowie viele Kinder-Bücher und einige Spielesammlungen dekoriert. Sie kommt schon mehr als vier Jahre zur Bücherbörse in die Alte Scheune des Kulturzentrums Burg Baesweiler.

„Ich habe den Eindruck, dieses Jahr ist der Zulauf etwas geringer.“ Ihre persönlichen Verkaufszahlen haben darunter aber nicht gelitten. Ihre Söhne Tom, Lukas und Nico werden sich freuen, wenn Mama mit prall klingendem Geldsäckel nach Hause kommt. „Man könnte immer ein paar mehr Käufer haben“, sagt Heike Gerike. Bei ihr gehen besonders Koch- und Sachbücher gut.

Verwundert ist sie jedoch, warum gerade die in Leder eingebundenen und hochwertigen Romane kaum gefragt sind. Bücher, die hinsichtlich ihres Einbandes schon einen stark erhöhten Wert haben. Mutter und Tochter greifen sich am nächsten Stand gegenseitig unter die Arme. Ilse Späte und ihre Mutter Ruth Späte sind beide aus Frelenberg nach Baesweiler gekommen. „Hier braucht man keine Standgebühren zu zahlen und die Verkäufe laufen ganz akzeptabel“, gehen bei ihnen „ganz besonders Krimis und leichtere Sachen“ über den Tisch.

Zum ersten Mal ist Antonia Fixmann (10) bei der von der Städtischen Bücherei Baesweiler angebotenen Börse mit von der Partie. Ein bisschen wird die niedliche Maid von ihrer Patenoma Ulla Martino und deren Mann Josef unterstützt. Antonia führt ganz akribisch Buch über das, was sie bereits verkauft hat. Und hofft, ihr schmucker Adventskalender wird auch noch für drei Euro weggehen. Für fast geschenkte drei Euro, denn dieser Kalender birgt 24 kleine Büchlein in sich. Einer von vielen kleinen Schätzchen, die in der Börse zu entdecken waren.

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