Alte Schätzchen vor historischer Kulisse

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
15357555.jpg
Mercedes-Benz aus einer anderen Zeit: An Rolduc fanden sich am Wochenende auf Einladung der Mercedes-Interessengemeinschaft Oldtimer-Fans mit ihren schicken alten Fahrzeugen ein. Foto: Wolfgang Sevenich

Kerkrade. Normalerweise haben Stammtischrunden nicht so viel vorzuzeigen, schon gar nicht für die Öffentlichkeit. Beim Stammtisch Aachen der Mercedes-Benz-Interessengemeinschaft (MBIG) ist das ein wenig anders: Thomas Siekmann aus Würselen und Oliver Weiss (Wassenberg), die beiden Leiter der Gruppe, luden Oldtimerfreunde und ihre Autos mit dem guten Stern nach Rolduc zu einem Treffen ein.

Die stolze Bilanz: 113 Teilnehmer reisten mit 59 Fahrzeugen an und nutzten das Wochenende zwischen Freitag und Sonntag zum Erfahrungsaustausch, zu Ausfahrten (nach Spa/Francorchamps und Lüttich) und für einen Museumsbesuch bei einem Modellhersteller.

Elegantes Blech

Der Querschnitt reicht von den elegant geschnittenen Limousinen der Ära Adenauer bis hin zu Autos aus der Zeit kurz vor heute. Geschwungene Linien und eher kantiges Blech: Im Garten der einstigen Fürstabtei, die heute unter anderem ein Priesterseminar und ein Hotel beherbergt, sammelte sich während des Treffens (fast) alles, was die Automobilhersteller aus Stuttgart nach dem Zweiten Weltkrieg auf den Markt gebracht haben.

Über sein(e) Auto(s) (mancher Teilnehmer ist mit mehreren Fahrzeugen angereist) reden die meisten Teilnehmer des MBIG-Treffens in Rolduc offen, manche sogar sehr gern. Ein Oldtimerfan aus Wuppertal etwa sagt über seine Schätzchen: „Ich habe mir da im Lauf der Jahre eine kleine Flotte zugelegt.“

Weiter geht die Fachsimpelei: „In so ein Auto hast du schnell mal 10.000 bis 15.000 Euro gesteckt.“ Auch Stammtisch-Vize Oliver Weiss hat seine ganz besondere Geschichte: „Ich habe mein Auto von meiner Frau zu Weihnachten bekommen – mit einem Schleifchen darum.“

Altersgemäß sind die, die wie die Heiligen Drei Könige einem Stern hinterher ziehen, recht bunt geschichtet: Mitte 30 sind die Jüngsten, während der Älteste die 90 schon überschritten hat. Geographisch sieht es ähnlich aus: Viele kommen aus dem Rheinland, manche sind aber auch aus Ostholstein oder vom Starnberger See her nach Eurode gereist. Für sie alle aber gilt: Jedes Detail muss stimmen – nicht nur der Lack der Außenhaut, sondern auch die Farbe des Sitzleders und sogar der Drehknopf am Radio.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert