Alt-Merksteiner Laienspieler präsentieren „De Peadskuur”

Von: sh
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Was nun? Liegt der Herr am Boden, ist die Aufregung auf dem Hof von „Küeb” groß.

Merkstein. Erneut haben die „Alt- Merksteiner Laienspieler” unter der rührigen Leitung von Rosalinde Schmitz die mundartliche Posse „ De Peadskuur” auf die Bühne gebracht. Das von Franz Josef Terodde ins „Merster Platt” übertragene und mit viel Lokalkolorit versehene Stück begeisterte sein Publikum im Pfarrsaal von St. Willibrord.

Die Begeisterung der engagierten Spieler übertrug sich rasch auf die Zuschauer und sorgte für Spaß und Spannung bis zur letzten Szene. Eine liebevoll hergerichtete Bühne tat ihr übriges.

Viele Pointen barg die Geschichte um den Fuhrwerksbetreiber Jakob (Küeb) Karrenbach, von seinen Untergebenen gern mal „Kaarebengel” genannt. Der Mann ist geradezu berüchtigt wegen seiner Essgier. Das führt zu ständigen Wortgefechten mit seiner Ehefrau Philomene, Tochter Margarethe und Hausmagd Marie.

Lebensvoll gespielt

Küeb, hinreißend und lebensvoll von Raimund Noppeney gespielt, und seine Gattin, verkörpert von Maritta Rubner, waren ein turbulent charmantes Gespann.

Milena Siepmann als Tochter verband die beiden mit Klugheit und als fürsorgliches Familienmitglied wie auch als heimliche Liebste des Dr. Karl Metzler, verkörpert von Andreas Stüben. Als ständiger Wirbelwind und spitzzügige Begleiterin des ganzen Spektakels fungierte Gaby Bayer-Ortmanns als Hausmagd Marie, die stets zur Stelle war, wenn es brenzlig wurde.

Als Kutscher „Jüs” bereicherte Raphael Siepmann das Spiel in seiner unnachahmlichen Weise als bauernschlauer Simpel, der seine Ambitionen keinesfalls dem Wollen der übrigen unterordnete.

Was dem Stück die Würze verlieh, war der Dialekt, den die Mitwirkenden originalgetreu wiedergeben. Als zusätzlichen Farbtupfer präsentierten Larissa Krings, Jacqueline Dahlmanns, Judith und Sarah Konrad sowie Anna Schuster einen akrobatisch anmutenden HipHop-Tanz. Franz Josef Terodde schloss sich an mit „Zachäus”, einer biblischen Geschichte in „Öcher Platt”, die er ebenfalls in die Merksteiner Mundart übertragen hatte.

Den Abschluss des abwechslungsreichen Abends markierte das Männerballett mit Raimund Noppeney, Robert Meyer, Thomas Ortmanns, Andres Stüben und Raphael Siepmann. Im elegant-burlesken Stil der „Golden Twenties” aus der Berliner Szene setzten sich die Herren in Szene. Der Erlös des Kulturabends ist der Renovierung der Pfarrkirche St. Willibrord zugedacht.
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