Alsdorfs Bahnhofstraße genau im Blick

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
8842360.jpg
Viele Beiträge: Erinnerungen und Beiträge von Herbert Brandt, Willi Nacken, Hermann Engels, Martha Beck (vordere Reihe, v.l.) sowie Rudolf Bast (2.v.r.) füllen die „Jahresblätter“. Die erhielt Bürgermeister Alfred Sonders (2.v.l.) im Beisein von Geschichtsvereins-Kassierer Bernd Hilgers und Druckerin Anne Kappes.

Alsdorf. In Sachen Bahnhofstraße dürfte die aktuelle Ausgabe der „Jahresblätter“ des Alsdorfer Geschichtsvereins das maßgebliche Werk sein. Einen derart detailverliebten Blick hat zuvor noch niemand auf die Entwicklung dieser Hauptgeschäftsstraße in Alsdorf geworfen.

Hausnummer für Hausnummer geht es in dem Beitrag von Dr. Franz Schneider entlang der Straße. Vom 1870 gebauten Bahnhof bis hin zum 1899 fertiggestellten Kasino am heutigen Denkmalplatz nimmt er jedes Gebäude unter die Lupe. Wer hat einst dort gewohnt? Welche Geschäfte gab es dort? Das alles angereichert mit zahlreichen Fotos und alten Zeitungsartikeln.

Ein derartig umfassender Überblick hat selbst den ehemaligen Geschichtsvereinsvorsitzenden Rudolf Bast verblüfft. „Selbst ich als gebürtiger Alsdorfer habe immer wieder gestaunt, wie massiv sich diese zentrale Straße im Lauf der Jahrzehnte verändert hat“, sagte er bei der Vorstellung der aktuellen, 22. Ausgabe der Jahresblätter. Und das will schon etwas heißen.

Auch sonst finden sich auf 220 Seiten erneut viele historische Facetten der Stadt. Rudolf Bast skizziert in einem Kapitel den „Ersten Weltkrieg im Spiegel der Chronik der Bürgermeisterei Alsdorf“. Mit „Feldpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg“, die im Besitz seiner Familie sind, befasst sich Hermann Engels in seinem Beitrag. Die persönlichen, teils eindringlichen Zeilen auf diesen Karten finden sich im Kapitel ebenso wie zahlreiche Fotos. Über seine Zeit als Luftwaffenhelfer erzählt Herbert Brandt in einem weiteren Kapitel.

Abgerundet wird der aktuelle Band mit Texten und Vokabeln, die die Mundartgruppe des Geschichtsvereins beigetragen hat. Gab es in der Vergangenheit sporadisch eigene Veröffentlichungen dieser Gruppe, sind sie nun erstmals in den „Jahresblättern“ enthalten. Für Bürgermeister Alfred Sonders, der das erste Exemplar des Bandes erhielt, wird auch dieser vor allem das sein: „Eine echte Fundgrube für jeden, der sich für die Alsdorfer Entwicklung interessiert. Ich weiß gar nicht, wie oft ich in die Jahresblätter hineinschaue, wenn ich Reden vorbereite. Da kann man immer gut Nektar raussaugen.“

Keine Frage, dass er den Mitstreitern des Geschichtsvereins großes Lob aussprach: „Sie verstehen es wirklich immer wieder, die Geschichte unserer Heimatstadt umfassend und anschaulich zu dokumentieren.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert