Alsdorfer helfen der Natur auf die Sprünge

Von: Holger Bubel
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Da helfen sogar ABU-Vorsitzend
Da helfen sogar ABU-Vorsitzender Bernd Mortimer, Anreger der Bürgerwiese (2.v.r.), und Bürgermeister Alfred Sonders (r.) mit: Helmut Claßen setzt für seine vier Enkel gleich zwei Bäume. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Noch schnell das Kunststoffband mit dem Schriftzug „Eva und Mats van Ameln” um den kräftigsten Ast gebunden - und schon steht der Mirabellen-Baum aufrecht auf der neuen Alsdorfer Bürgerwiese an der Ecke Baesweilerstraße/Siersdorfer Straße.

Helmut Claßen und Gattin Ingrid haben ihren Enkelkindern, der sechsjährigen Eva und dem vierjährigen Mats, die derweil eifrig in ihren Gummistiefeln den matschigen Lehm über dem Wurzelwerk festtreten, den Baum geschenkt. Alle vier - und auch Mutter Inga von Ameln - positionieren sich nach getaner Arbeit um das Bäumchen, streicheln den noch zarten Stamm und Opa Helmut stimmt an: „Lieber Baum, bleib gesund, so wie wir hoffentlich auch.” Dann gehts zum nächsten Pflanzloch, ausgehoben vom städtischen Eigenbetrieb Technische Dienste, der auch für die Hege und Pflege der Bäumchen zukünftig verantwortlich sein wird.

An diesem zweiten Loch pflanzen die Großeltern mit Unterstützung der beiden Enkel einen zweiten Baum, für weitere zwei Nachkommen, die allerdings wegen Krankheit nicht dabei sein können. Einen Pflaumenbaum haben diese beiden sich ausgesucht. Kein Problem, Opa Helmut erfüllt auch diesen Wunsch, die Auswahl ist schließlich groß: Insgesamt 22 Jungpflanzen wurden bei dieser 1. Alsdorfer Pflanzaktion gesetzt: 6 Apfel-, 3 Birn-, 3 Pflaumen-, 3 Mirabellen- und 6 Kirschbäume.

Helmut Claßen freut sich auf die Blütenpracht, die jährlich mit dem Wachstum der Jungbäume noch steigen wird: „Ich liebe Obstwiesen. Sie erinnern mich an die Kindheit. Und der ökologische Aspekt hat natürlich auch eine Rolle gespielt, den Enkeln die Bäume zu schenken.”

Urkunde und Pflanzplan

„Die Menschen haben ganz unterschiedliche Gründe, einen Baum zu pflanzen: Jubiläen, Geburt, Taufe, oder einfach nur so, um die Natur zu unterstützen”, weiß Eleonore Prömpers vom Fachgebiet 2, Sonderaufgaben und Umwelt der Stadtverwaltung, die die Pflanzaktion organisiert und umgesetzt hatte.

Die Baumspender erhalten nach der Pflanzaktion eine Urkunde mit dem genauen Pflanzplan und Standort ihre Baumes. „Die Resonanz auf das Angebot Bürgerwiese war hervorragend. Mit einem Schlag ist diese Wiese voll”, freut sich Bürgermeister Alfred Sonders, der ebenfalls ein Bäumchen für seine Tochter setzte. „Schließlich”, räumt er ein, „sind 70 Euro für einen Baum schon ein Betrag, über den man nachdenkt.” Ginge es nach ihm, sollen weitere Bürgerwiesen auf Alsdorfer Stadtgebiet entstehen.

Dass diese erste Realität wurde, ist der Alsdorfer Bürger Union (ABU) zu verdanken, auf deren Antrag der Stadtrat mit breiter Mehrheit dem Ansinnen zugestimmt hatte. „Das ist ein weiterer Schritt, Alsdorf ökologisch aufzuwerten”, betont Alfred Sonders im Beisein der ersten Baumspender und erinnert an die Wildblumenbeete, verteilt im Stadtgebiet, die bereits bis in den Herbst hinein Mensch und Natur erfreut haben. „Im Frühjahr”, sagte Sonders, „wird diese Wiese dann durch ihre Blütenpracht auch den Stadtteil Bettendorf aufwerten.”

Helmut Claßen will sich regelmäßig davon überzeugen, wie die beiden Bäume für die Enkel wachsen und gedeihen. Mats und Eva werden natürlich dabei sein und freuen sich schon auf die ersten Mirabellen.
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