Alsdorfer gilt als eines der größten Fußballtalente im Nordkreis

Von: Sigi Malinowski
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Klingelmännchen beim Ex-Trainer Mallmann: Für einen Spaß ist Alex Back immer mal zu haben. Foto: Malinowski

Alsdorf. Frank Mallmann pflegte seinen Spielern gern zu sagen: „Wenn du nicht weißt, was du mit dem Ball machen sollst, gib ihn Alex.” Das war noch zu Zeiten als Mallmann Alemannia Mariadorf trainierte. Da fiel dem Coach der sehr ballverliebte Alexander Back schon in der Jugend auf.

Ein großer, ein schneller, ein torgefährlicher Mittelfeldspieler. Einer, der am Ball sehr viel kann. Im Moment fürchtet sich die komplette Mittelrheinliga vor dem schuss- und kopfballstarken Alsdorfer, der aktuell für Germania Teveren spielt.

Mit 15 Treffern hat sich Alex Back in jedes Notizbuch der Trainergilde am Mittelrhein eingeschrieben. „Ja, das überrollt mich selbst so ein bisschen”, lacht der 1,85 Meter große Rechtsfuß.

Denn mit seinen Toren hat der bis vor zwei Jahren noch in Mariadorf kickende Back mitgeholfen, dass die Germanen an zweiter Stelle stehen und noch Kandidat für den Aufstieg in die NRW-Liga sind.

„Natürlich freuen mich meine Tore, aber wichtiger ist der Erfolg der gesamten Mannschaft”, spricht Bodenständigkeit aus dem 22-jährigen Sportler.

Nicht einmal die kühnsten Optimisten hielten es für möglich, dass Teverens Germanen in einer bärenstarken Klasse um den Aufstieg mitspielen würde.

„Uns haben doch alle vorhergesagt, dass wir froh sein können, wenn wir die Klasse halten”, erinnert sich Alex Back. Dass der „Alsdorfer Jung” daran großen Anteil haben würde, ist die zweite dicke Überraschung.

Back über Back: „Beide Trainer, Frank Mallmann in Mariadorf und mein jetziger Coach Hermann Kraut, haben mir viel beigebracht. Ich schätze beide wegen ihrer menschlichen Art”, lässt er sie an seinem persönlichen Aufstieg in gleichem Maße teilhaben.

Hermann Kraut (Teveren), der Direkte, der den Finger schonungslos in die Wunde legt, hat Alexander Back ebenso geholfen wie Mallmann, der den ehemaligen Alemannen vorher mit dem ersten Feinschliff versah.

Mallmann gibt auch zu, „es tat mir richtig weh, als Alex Richtung Teveren wechselte”. Denn vor zwei Jahren stieg Mariadorf in die Landesliga auf, da wechselte der 83 Kilo schwere Elektriker-Lehrling zum Ligakonkurrenten Germania. Mit der Empfehlung von elf Toren.

Gleich in seiner ersten Landesligasaison machte „AB” wieder elf Kisten und am Ende feierte er seinen zweiten Aufstieg innerhalb eines Jahres.

„Alex ist ein sehr lernfreudiger Junge mit einer entsprechenden Einstellung zu den Dingen”, freut sich Hermann Kraut über die Disziplin. Back, der das Fußballspielen in frühester Jugend bei Concordia Oidtweiler begonnen hat, weiß aber auch, dass man davon allein nicht leben kann. Er beendet seine Elektriker-Ausbildung mit der Abschlussprüfung im Januar und will dann studieren.

Mit dem dritten Aufstieg in der Tasche? „Ich weiß nicht, wir wollen zwar unbedingt, aber es ist auch sehr ungewiss, was uns in der Oberliga erwartet”, sagt der 15-Tore-Mann, der noch nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt ist. Natürlich träumt auch er davon, dass mal ein Profiverein anklopft. Schließlich ist seine Trefferausbeute in dieser Klasse sehr beachtlich. Doch für die nächste Saison hat sich Alex Back schon an Teveren gebunden. „Mit mir hat kein anderer Verein gesprochen. Und wenn das so wäre, würde ich es meinem Trainer sagen.” Er ist zudem selbstkritisch genug, seine Fehler offen zu benennen. „Ich bin manchmal zu ballverliebt und muss meine Mitspieler mehr einbinden”, zeigt er ein Manko auf. Mehrfach hat er in dieser Saison schon Spiele (fast) allein entschieden. Und so träumt auch er, der Bayern-Fan, einen Traum, der wahr werden könnte: „Das entscheidende Tor zum Aufstieg schießen.”

Jetzt, bald, irgendwann - der Bursche ist ja gerade mal 22 Jahre jung . . .
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