Alsdorf - Alsdorfer Geschichtsverein: Tatendrang und gute Laune

Alsdorfer Geschichtsverein: Tatendrang und gute Laune

Von: yl
Letzte Aktualisierung:

Alsdorf. Folgt man den Gesetzen der Logik, so wird die Website des Alsdorfer Geschichtsvereins höchstwahrscheinlich nicht unter den Top-Ten-Suchanfragen von Internet-Suchmaschinen sein.

Um den unlängst neu gestalteten Internetauftritt des Vereins populärer zu machen, kam aus den Reihen der Mitglieder der nicht ganz ernst gemeinte Vorschlag, den Begrüßungstext der Seite mit oft „gegoogelten“ Worten aufzupeppen.

Im Handumdrehen wurde schmunzelnd darüber philosophiert, wie etwa den Namen „Helene Fischer“ seriös im Einzeiler untergebracht werden könnten, ohne den Bezug zum Geschichtsverein zu verlieren. Wer bisweilen geglaubt hat, das Bemühen um die Heimatgeschichte sei staubig und langweilig, sah sich also mächtig getäuscht.

Der Geschichtsverein hatte unter Leitung seines Vorsitzenden Franz-Josef Müller zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Nach einem erfolgreichen Jahr 2015 – das Anschaffen von historischem Kartenmaterial für das Kaminzimmer der Alsdorfer Burg (wir berichteten) sei hier stellvertretend genannt – sprüht der Verein nur so vor Tatendrang und Vorfreude auf kommende Veranstaltungen.

Während die Mitgliederzahl (276) im Vergleich zu 2015 (274) konstant geblieben ist, zeigten die großen Errungenschaften des vergangenen Jahres Auswirkungen auf das finanzielle Ergebnis. Ein Minus von knapp 2400 Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr erschüttert den Vereinshaushalt jedoch kaum. Allen Verantwortlichen war deutlich anzumerken, dass die erfolgreichen Investitionen, auch in die Ausarbeitung des Archivs in der Alsdorfer Burg, den negativ ausfallenden Finanzbericht mehr als relativieren.

Vorstand wiedergewählt

Der aktuelle Vorstand um Franz-Josef Müller und Schatzmeister Bernd Hilgers darf nach einstimmiger Wiederwahl den Verein durch das anstehende Jahr führen.

Betont wurde noch einmal der Wunsch nach Foto-Spenden für das Archiv, die vor allem das Alsdorf der früheren Jahrzehnte dokumentieren.

Besondere Vorfreude hat der Verein in Bezug auf die für Oktober geplante Münzausstellung. Diese würde die größte in der gesamten Städteregion.

Im Anschluss an die Versammlung hatte der Verein seinen Mitgliedern noch einen besonderen Leckerbissen vorbereitet: Fotograf Rudolf Bast zeigte eine beeindruckende Fotostrecke der zurückliegenden, groß angelegten Exkursion nach Hessen.

Während die Exkursionsteilnehmer noch in Erinnerungen an die schöne Fahrt schwelgten, lauschten die anderen gebannt den Ausführungen des pensionierten Deutschlehrers über das historische Hessen. „Hessen liegt ein wenig im Windschatten der großen Reiseströme. Umso mehr strotzt das Gebiet vor kulturellen Höhepunkten“ – mit diesen treffenden Worten begann Bast seine Erzählungen und führte die Zuhörer von der „Grimm‘schen“ Stadt Marburg mit seiner berühmten Elisabethkirche über Gelnhausen und Fulda bis nach Mespelbrunn. Die gotischen Kirchen erhielten besondere Aufmerksamkeit.

Der kurzzeitig aufgekommene Schwermut bei der Erinnerung an die Reise wurde sogleich weggewischt durch die Vorfreude auf die anstehenden Exkursionen, etwa ins belgische Tongeren am Samstag, 2. April.

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