Alsdorf - Alsdorfer Geschichtsverein stellt Jahresblätter im Rathaus vor

Alsdorfer Geschichtsverein stellt Jahresblätter im Rathaus vor

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Wechselvolle Einblicke: Dr. Franz Schneider (vorne rechts) hat im aktuellen Band der Jahresblätter die Geschichte von Schloss Ottenfeld beleuchtet. Der Linie der Nachfahren der Schlossbesitzer entstammt Christine Lange. Zu den weiteren Autoren gehören Alfred Reimund (l.) und der Ehrenvorsitzende des Geschichtsvereins, Rudolf Bast (2.v.r.). Bürgermeister Alfred Sonders (2.v.l.) lobte bei der Erstellung auch das Engagement von Drucker Manfred Kappes (r.). Foto: apa

Alsdorf. Ein dem Blick zumeist verborgener mittelalterlicher Hof ist das Herzstück der jetzt veröffentlichen Jahresblätter des Alsdorfer Geschichtsvereins. In der Ausgabe 2015/16 widmet sich Dr. Franz Schneider der wechselvollen Geschichte von Schloss Ottenfeld.

Die weitläufige Anlage mit ihren Teichen und das Gebäude selbst nehmen sich auch heute noch imposant aus. Sofern man einen Blick darauf werfen kann. Denn demjenigen, der von Würselen kommend über die B 57 fährt, sieht das am Alsdorfer Ortseingang links liegende Schloss vor lauter Bäumen kaum. Dr. Schneider macht dem Leser den Weg frei und gewährt in seinem Beitrag, der gut 100 Seiten des 130 Seiten umfassenden Bandes füllt, tiefe Einblicke.

„Ich konzentriere mich in meinen Beiträgen gerne auf kleine Punkte, auf einzelne Bausteine der Stadt“, beschrieb der Autor bei einem Besuch im Alsdorfer Rathaus, bei dem Bürgermeister Alfred Sonders das erste Exemplar der Jahresblätter erhielt.

Der Hof von Schloss Ottenfeld war vielen Änderungen unterworfen und gehörte unter anderem zum Kloster der Kreuzbrüder in Aachen, bis er von der französischen Revolutionsregierung enteignet und später Teil des preußischen Königtums wurde. 1846 kam ein Kaufvertrag mit Josef von Blanckart zustande, dessen Nachfahren bis heute „Schlossherren“ bleiben sollten. In fünfter Generation ist Christine Lange mit dem Schloss Ottenfeld verbunden, die der Vorstellung der Jahresblätter – der 24. Ausgabe in der Reihe des Geschichtsvereins – beiwohnte.

Zahlreiche historische Ansichten, Dokumente und Karten ergänzen die Arbeit von Dr. Franz Schneider, auch jüngere Fotos sind zu sehen. Rudolf Bast, der Ehrenvorsitzende des Geschichtsvereins, widmet sich zwei bislang unbekannten Dokumenten, die bei einer Recherche im EBV-Archiv entdeckt worden waren. Im Fall der Grube Maria handelt sich um Texte aus dem Jahr 1863, die mit der Konzession zusammenhängen. Ein weiteres Dokument aus dem Jahr 1858 bezieht sich auf die Versteigerung von Anteilen der Grube Anna durch einen Notar in Paris.

Ebenfalls kurz ist der Aufsatz von Alfred Reimund über das „Frühere, blühende Geschäftsleben in Alsdorf-Zopp“. Erhältlich sind die Jahresblätter 2015/16 zum Preis von jeweils zehn Euro in der Buchhandlung Thater, Luisenstraße 9, in der Aachener Bank, Luisenstraße 10, sowie in der Sparkassen-Geschäftsstelle am Saint-Brieuc-Platz.

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