Alsdorfer Feuerwehr: „Schwierig, neue Kameraden zu finden“

Von: mas
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45 Jahre aktiver Feuerwehrmann: Adolf Skok (Mitte) wies zur Generalversammlung der Alsdorfer Feuerwehr die Rekordzahl des Tages auf. Dafür dankten Bürgermeister Alfred Sonders (links daneben), Wehrführer Peter Adenau und die Jubilare und Beförderten. Foto: Malinowski

Alsdorf. Die Alsdorfer Feuerwehr steht für Zuverlässigkeit. Zur Generalversammlung wurde der Verbund erneut mit hohen Qualitätsmerkmalen ausgestattet. Frei von Selbstbeweihräucherung. Der 273 Kräfte umfassende Verband genießt trotz der prekären Finanzlage der Stadt Alsdorf – das wurde immer wieder deutlich – ein ausgeprägtes Vertrauen in der Bürgerschaft.

Im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule „Am Klött“ ließ die Wehr das „Geschäftsjahr“ 2013 passieren. Zudem zeichnete die von Peter Adenau geführte Einrichtung Kameraden aus und nahm Beförderungen vor (siehe Info). Im Beisein von Bürgermeister Alfred Sonders und weiteren leitenden Mitarbeitern sowie von Politikern verschiedener Parteien nahm Peter Adenau den Rückblick vor. Zuvor hatten Jugendfeuerwehrwart Thomas Neumann und Ehrenabteilungsleiter Eduard Rüffer ihre „Mannschaften“ und deren Tätigkeiten vorgestellt.

Über 20.000 Stunden geleistet

Den Mitgliederstand listete Peter Adenau im Einzelnen auf. Zu 123 ehrenamtlichen Mitgliedern kommen 45 hauptamtliche Kräfte. Die Jugendfeuerwehr zählt 32, die Ehrenabteilung 52 Mitglieder. Die Gesamtstärke komplettiert sich durch 21 Mitglieder im Spielmannszug. Im Berichtsjahr waren 63 Klein-, 8 Mittelbrände und ein Großbrand zu bewältigen. 307 mal rückte der Verbund zu technischen Hilfeleistungen aus, 3 mal saßen die Helfer böswilligen Alarmen auf, 10 mal wurden Tiere gerettet, dazu kamen 244 sonstige Einsätze. Bei 2917 Einsätzen im Rettungsdienst musste 1538 mal der Notarzt bemüht werden. 7 Menschen wurden bei Feuereinsätzen, 69 Personen durch technische Hilfeleistungen gerettet. Daraus ergab sich eine imposante Zahl, auf die Adenau und Kollegen sehr stolz sind. Mit Übungen, Aus- und Fortbildungen leistete die Alsdorfer Wehr 20 284 Stunden ehrenamtlichen Dienst. „Das ist eine erhebliche Leistung“, befand der Chef und bekam dafür allseits Zustimmung. Auch von ganz hoher Stelle, denn Kreisbrandmeister Bernd Hollands verneigte sich ebenfalls symbolisch vor der Leistung der Alsdorfer Kollegen. Große Freude herrschte zudem über den Umstand, dass die Qualität im Rettungsdienst deutlich angehoben wurde. Seit dem 1. Januar verfügt die Wehr, die auch den Rettungsdienst zu ihrem Aufgabengebiet zählt, über einen zweiten RTW. „Das ist eine deutliche Verbesserung des Hilfsangebotes für unsere Bürger“, dankte Adenau auch dem Ratsvorsitzenden Sonders. Sorgen wurden aber nicht außen vorgelassen. „Wir benötigen mehr ehrenamtliche Kräfte“, sprach Peter Addenau Klartext. Vor allem in der Tagesverfügbarkeit sieht er schmerzliche Lücken. Es ist „schwierig, neue Kameraden zu gewinnen“, begründet Peter Adenau dies auch „mit den vielfältigeren Interessen, die die Menschen heute haben“.

Als Riesenerfolg bezeichnete der erste Mann der Wehr den Zugewinn von elf neuen Leuten im vergangenen Jahr. Das sei auch ein Verdienst der guten Öffentlichkeitsarbeit, die in leitender Funktion von Pressesprecher Christoph Simon und auch von Internet-Administrator Marcel Kaldenbach geleistet wird. So hat die Wehr auch in Internetforen einen hohen Stellenwert, wie Simon berichtete. Aber auch er gab zu bedenken, dass die Gründe für personelle Engpässe beispielsweise darin liegen, dass das Feuerwehrwesen immer noch ein Schattendasein führe. Man sei dabei, die Wehr dort herauszuführen „und ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu führen“.

Die Kasse wird von Thomas Schwartz ausgezeichnet verwaltet, das bestätigte Prüfer Thomas Kremer. Womit die einstimmige Entlastung des Kassierers kein Thema für die Versammlung war. Mit dem Dank an alle Kameradinnen und Kameraden, der auch von Bernd Hollands und Alfred Sonders nochmals explizit geäußert wurde, schloss Adenau die Versammlung.

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