Alsdorf - Alsdorfer Burgpark wird zu einer ganz neuen Welt

Alsdorfer Burgpark wird zu einer ganz neuen Welt

Von: Stefan Schaum
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Kommt herein und  lernt uns ke
Kommt herein und lernt uns kennen: Das ulkige Völkchen aus dem fernen Lande Mora empfängt die Besucher im Alsdorfer Burgpark mit offenen Armen. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Normal ist das ganz sicher nicht. Es sind schon ziemlich ulkige Typen, die da mit alten Lampenschirmen auf dem Kopf umherspringen, ständig seltsame Wörter ausstoßen und ihre Besucherinnen für potentielle Knospenköniginnen halten.

Aber so geht es halt zu im Lande Mora. Da ist normal eben ein bißchen anders. Und die Menschen stehen plötzlich mittendrin in dieser Welt und haben genau zwei Möglichkeiten: den Kopf zu schütteln und außen vor zu bleiben oder einfach nur zu staunen und zu genießen.

Die Mehrheit genießt es

Die Mehrheit der Besucher der Inszenierung „Come To Mora Land” im Rahmen des Kulturfestivals der Städteregion entscheidet sich für letzteres. Und vor allem am Samstag sind es richtig viele, die die Zeltstadt im Alsdorfer Burgpark besuchen.

Nachdem am Freitag die Moraner teils barfüßig über den aufgeweichten Boden schreiten mussten, ist am zweiten Tag der Inszenierung alles trocken.

Und so können die Besucher mit Waldläuferin Vanja kreuz und quer durch den Park huschen und Baumfreunde finden, sich im „Schwingklingklang”-Zelt Schnüre an die Ohren halten und einem zarten Geflecht aus Tönen lauschen oder mit den herrlich durchgeknallten Samenhütern Taruk und Gomb um den Zutritt zum „Niemalsland” zocken.

Klingt seltsam? Ist es auch, aber auf eine derart herzliche, sympathische Art, dass es einfach Spaß macht. Der ganze Park wird zur Bühne und der Gast zum Zuschauer und Akteur in einem.

Denn die grundguten Moraner wollen mit ihren neuen Freunden tanzen und singen, sie wollen ihnen ihre ganze Welt zeigen. Deshalb warten sie nicht ab, bis Menschen zu ihren Zelten finden - sie nehmen sie bei der Hand und führen sie dorthin.

Im Inneren dieser Buden fühlt man sich in der Zeit weit zurückversetzt. Mal sitzt man dort auf einer Bank und blickt in ein riesiges Kaleidoskop, mal schaut man in einen Spiegel - und plötzlich tauchen hinter dem eigenen Gesicht ganz neue Formen auf, während einem eine Moranerin Teile einer uralten Geschichte zart ins Ohr flüstert. Es gibt viele solcher sanften Berührungen im Lande Mora.

Und Stück für Stück erfährt man mehr über diese Welt. Die lebt von ihren vielen Details. Seien es die Lampenschirme, die an Drähten überall über „Mora Land” hängen und in der Dunkelheit ganz zauberhaft leuchten, oder die Schauspieler, die nie aus ihren Rollen fallen und diese große Illusion glänzend verkörpern. Dafür gibt es immer wieder Beifall. Ganz leisen. Denn in Mora reibt man zum Dank still die Hände aneinander.
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